Desmond und das Sumpfmonster

© Internationales Kinderfilmfestival

DESMOND UND DAS SUMPFMONSTER
(DESMOND & TRÄSKPATRASKFÄLLAN)

Preis der Kinderjury, Internationales Kinderfilmfestival 2007

Desmond wäre das glücklichste Plastilinschwein im Himbeerwald, wenn er und seine Freunde nicht von einem Sumpfmonster gequält würden, das Desmonds Äpfel klaut, dem Hasen Sebastian die Boxhandschuhe entwendet und mit der Gitarre des Fuchses Willi verschwindet. Um das Sumpfmonster zu fangen, beschließen die Tiere, eine Sumpfmonsterfalle zu bauen, in die sie einen riesigen Apfelmusmuffin als Köder legen. Nun heißt es, im sicheren Versteck abzuwarten, bis das Monster in die Falle geht. Die Zeit bis dorthin kann man sich ja mit Geschichten erzählen vertreiben. Aber gibt es das Sumpfmonster überhaupt?

Durch seine Episodenstruktur eignet sich der Film sehr gut schon für die kleinsten FestivalbesucherInnen. Lustige Figuren und noch lustigere Einfälle machen ihn zu einem Spaß für die ganze Familie.

 

Kritik der Kinderjury

Dieser Film macht sowohl Kindern als auch Erwachsenen so richtig Spaß, das hat man im Publikum sofort bemerkt! Viele kleine Gags wie z.B. das Handtuch, das dem Schweinchen Desmond immer hinunterrutscht, so dass er nackt vor den anderen da steht und natürlich prompt knallrot wird, zeigen ganz deutlich, mit wie viel Humor der Film umgesetzt wurde. Auch wie die verschiedenen Tiere weinen oder nachdenken (mit spaßigen Denkblasen) ist sehr lustig gemacht. Die Idee des Sumpfmonsters und des Verwirrspiels darum herum, ob es nun ein solches Monster überhaupt gibt oder nicht, ist sehr originell. Das Testen der witzigen Sumpfmonsterfalle gehört zu den Höhepunkten des Films.

Dass die Geschichte aus dem Off erzählt wird, kommt jüngeren Kindern sehr entgegen. Die Rückblenden sind für die jüngsten KinobesucherInnen unserer Meinung nach bestimmt nicht verständlich, denn dazu waren sie für die meisten von uns zu wenig deutlich erkenntlich gemacht, also z.B. mit Lichteffekten, anderen Farben, Weichzeichner o. ä. Nicht einmal wir haben alle ganz genau mitbekommen, wann die Handlung in der Gegenwart spielt und wann in der Vergangenheit. Andererseits macht das aber auch überhaupt nichts, denn jüngere Kinder werden einfach in die episodisch erzählten kleinen Geschichten ein- und wieder aussteigen.

Die Themen dieser kleinen Episoden sind total kindgerecht. Einmal geht es darum, dass Sebastian Hase jeden Tag Geburtstag feiern will, ein anderes Mal möchte der Fuchs Willi so richtig gemein zu den anderen sein. Diese beiden Beispiele sind ganz typisch für etwas, die jedes Kind gerne einmal ausprobieren will.

Die beschauliche Umgebung, der Wald und die netten kleinen Häuser schaffen eine gemütliche Atmosphäre. Die Ausstattung ist sehr fantasievoll und detailreich, als Beispiele wollen wir hier die Speckfalten von Desmond in den Sauna-Szenen oder die Party am Schluss erwähnen. Die Plastilin-Figuren sind super originell und sehr aufwändig gemacht. Alle BewohnerInnen des Himbeerwaldes sind perfekt ausgedachte Figuren, denn jede hat ihre eigene Geschichte und ihren eigenen Charakter. Besonders gefallen hat uns der kleine Fant, der die jüngsten ZuschauerInnen begeistern wird. Das alles finden wir ganz außergewöhnlich und wir bewundern es wirklich sehr, wie viel Zeit und Mühe die Filmemacher in diesen Film gesteckt haben.

Die Musik unterstreicht den Humor und schafft eine Stimmung, in der die ZuschauerInnen gut mit der Geschichte „mitleben“ können. Die Spannung bleibt bis zum Schluss gut erhalten, denn man will unbedingt wissen, ob es das Sumpfmonster nun wirklich gibt oder nicht.

Aber das verraten wir euch hier natürlich nicht!!

 

Schweden 2006
68 Minuten, Farbe

Regie: Magnus Carlsson

empfohlen ab 5 Jahren