IRIS

© Internationales Kinderfilmfestival

IRIS

Die kleine Maria hat den Geburtstag ihrer Mutter vergessen. Das fällt ihr erst ein, als ihre beiden Brüder der Mutter Wiesenblumensträuße überreichen. Wie soll sie das nur wieder gut machen? Sie hat schon eine Idee: auf dem Markt hat sie einen wunderschönen Strauß Schwertlilien gesehen. Den will sie der Mutter schenken. Aber wie soll ein kleines Mädchen zu dem nötigen Geld kommen? Maria beschließt, den Vater zu suchen, der auf der anderen Seite der Insel arbeitet. Eine abenteuerliche Reise beginnt für das beherzte Mädchen, auf der ihr wundersame Leute begegnen und seltsame Dinge zustoßen. Aber Maria gibt nicht auf .....

Ein bestechend einfacher Film, durch den episodischen Charakter gut für kleinere Kinder geeignet.

 

Kritik der Kinderjury

Dieser Film spielt auf einer italienischen Insel und erzählt eine ganz einfache Geschichte: Die kleine Maria möchte ihrer Mutter unbedingt einen Strauß violetter Iris zum Geburtstag schenken, weil sie diese wunderschönen Blumen auf dem Markt gesehen hat, weil Blauviolett ihre Lieblingsfarbe ist und weil sie ihren Brüdern beweisen will, dass sie den schönsten Geburtstagsstrauß bringt.

Nur wie soll das ein kleines Mädchen ohne Geld anstellen? Maria beschließt ihren Vater, der auf der anderen Seite der Insel arbeitet, zu besuchen, um ihn für ihre Idee zu gewinnen. Auf dem Weg dorthin erlebt sie einige Abenteuer und begegnet seltsamen Leuten. Als sie nach all den Aufregungen den Vater endlich so weit hat, die teuren Blumen zu erstehen, ist es Abend und der Blumenhändler hat sie alle verkauft. Aber Maria gibt nicht auf. Denn der Blumenhändler erzählt, wer die Iris gekauft hat und da hat Maria eine Idee... Aber auch ihr Vater und ihr großen Brüder machen sich mittlerweile auf die Jagd nach blauen Iris und schließlich bekommt Mama den größten Iris-Strauß ihres Lebens.

Wir fanden den Film sehr typisch italienisch, weil die Menschen alle ganz stark über ihre Körpersprache und ihre Handbewegungen miteinander sprechen. Sie reden viel, laut, lebendig und aufgeregt. Das hat uns alles sehr gut gefallen.

Am Anfang des Films wird allerdings zuviel geredet und für kleine Kinder muss der Vorspann langweilig sein. Die Gespräche der Erwachsenen sind zwar lustig, aber sie dauern etwas zu lange.

Einige Personen, denen Maria im Laufe ihres Weges begegnet, waren für uns nicht ganz eindeutig einzuordnen, z.B. der Matrose und der Schauspieler. Es kommt nicht wirklich klar heraus, ob der Matrose gut oder böse ist, und beim Schauspieler weiß man lange überhaupt nicht, dass er eigentlich eine Rolle probt.

Die Kamera war wunderbar! Man sieht viele beeindruckende Bilder von der Insel, viele schöne Landschaftsaufnahmen und einen tollen Sonnenuntergang beim Leuchtturm.

Die Musik hat uns auch sehr gut gefallen. Die einfachen Melodien und die Instrumente waren typisch italienisch und haben sehr gut gepasst. Die Alterseinstufung ist unserer Meinung nach gut, denn auch 5-jährige Kinder können das witzige Chaos am Ende des Films schon verstehen. Uns hat besonders gut gefallen, dass der Film so sehr aus der Sicht eines Kindes erzählt wird. Es war faszinierend zu sehen, wie hartnäckig Maria bleibt, um ihrer Mutter die Blumen schenken zu können.

 

Italien 2000
76 Minuten, Farbe

Regie: Aurelio Grimaldi
mit: Arancia Cecilia Grimaldi, Guja Jelo, Salvatore Lazzaro, u. a.

empfohlen ab 6 Jahren