DAS KÜKEN

© Internationales Kinderfilmfestival

DAS KÜKEN
(CHOORI)

Die kleine Zahra kauft von einem fahrenden Händler ein kleines Küken. Als sich Choori, wie Sarah es nennt, ein Beinchen bricht, ist sie todunglücklich. Ihre Eltern versuchen ihr einzureden, das Küken einfach durch ein neues zu ersetzen. Aber Zahra hält Choori für unersetzbar. Es muss wieder gesund gemacht werden! Der einzige, der Zahra versteht und ihr zu helfen versucht, ist ihr stummer Großvater. Gemeinsam mit Zahra beginnt er eine Odyssee durch Teheran, um einen Tierarzt zu finden, der bereit ist, Choori zu behandeln, wenn es sein muss, mit Hilfe seiner ganzen Ersparnisse . . .

Ein entzückender Film der traditionellen iranischen Art, der besonders die Herzen der Kleinsten unter unseren Zuschauern bewegen wird.

 

Kritik der Kinderjury

Diese Alltagsgeschichte aus dem Iran erzählt von der kleinen Zarah, die hartnäckig versucht, ihrem Küken zu helfen, das sich das Bein gebrochen hat. Das Kind kümmert sich liebevoller um das Tier, als die Erwachsenen das für möglich gehalten hätten und sie bekommen auch zu spüren, dass sie Zahra nicht unterschätzen dürfen. Als die Eltern sie täuschen wollen und das verletzte Küken heimlich durch ein anderes ersetzen, erkennt sie ihr Küken (an der Stimme), wie sonst nur Eltern ihre eigenen Kinder erkennen würden. Nur Zarahs stummer Großvater hat wirklich Verständnis für ihre Sorgen und hilft ihr schließlich bei der schwierigen Suche nach einem Tierarzt. Doch die beiden müssen viele Enttäuschungen hinnehmen und begegnen vielen verständnis- und herzlosen Erwachsenen.

Der Film hat gut gezeigt, wie es im Iran aussieht, wie eng und dunkel viele Straßen in der Stadt sind und wie prächtig die bunt gekachelten Moschee aussehen. Man konnte auch sehr viel über das Leben der Menschen in diesem Land erfahren. Zahra schläft zum Beispiel auf dem Boden und die Familie sitzt auch beim Essen am Boden. Die Häuser und Wohnungen sind anders als bei uns gebaut und eingerichtet.

Was für die Menschen dort normaler Alltag ist, war für uns etwas ganz Fremdes und Neues. Auch die Art, wie die Geschichte erzählt wird, haben wir ungewöhnlich und für unseren Geschmack ein bisschen zu langsam und verwirrend gefunden.

Die Figuren (Kind, Eltern, Großvater) haben uns sehr gut gefallen, und die SchauspielerInnen haben wunderbar gespielt. Den Großvater konnte man aufgrund eines Sprachfehlers nicht verstehen, nur seine engsten Familienmitglieder haben verstanden, was er gesagt hat.

 

Iran 2001
84 Minuten, Farbe

Regie: Javad Ardakani
mit: Sara Bonyas, Mohammad Reza Khoshhalpour, u. a.

empfohlen ab 5 Jahren