MEIN KLEINER GAUNER

© Internationales Kinderfilmfestival

MEIN KLEINER GAUNER
(MON PETIT DIABLE / MY LITTLE DEVIL)

Weil seine Mutter gestorben ist, muss Joseph sein kleines Heimatdorf verlassen und kommt in das Internat einer katholischen Mission. Die Patres führen ihre Schule mit strenger, aber liebevoller Hand. Nach und nach gewöhnt sich Joseph in seine neue Umgebung ein und schließt Freundschaft mit dem Koch Tom Chacha, der ihm Geschichten aus dem Krieg erzählt, während er die Mahlzeiten zubereitet. Eines Tages lernt Joseph auf dem Schulhof den schwarzen Jungen Sandu kennen, der mit Mutter und Geschwistern in extremer Armut lebt. Um seinem neuen Freund zu helfen, stiehlt Joseph regelmäßig Brot aus der Internatsküche und versorgt damit Sandus Familie. Die Diebstähle bleiben nicht unbemerkt, und bald wird Joseph seiner Tat überführt. Weil er sie aber für einen guten Zweck begangen hat, kommt schließlich alles zu einem guten Ende.

Ein einfühlsamer Film zum Thema Toleranz und Menschlichkeit, der durch die Einfachheit seiner Geschichte besticht.

 

Kritik der Kinderjury

Dieser Film hat uns zum Teil gut gefallen. Denn er berichtet über das Leben von Kindern in Indien, von dem wir hier in Österreich wenig wissen. Die Geschichte des kleinen Joseph-Ignaz, der ins Internat muss, weil seine Mutter gestorben ist, war sehr berührend. Wir konnten richtig mitfühlen, wie es ihm als „Neuer“ in der strengen Internatsschule geht. Am aufregendsten wurde es, als Joseph-Ignaz Brot für seinen Freund stiehlt, seine Tat entdeckt und hart bestraft wird.

Weniger gut fanden wir die Regie. Manchmal war die Handlung verwirrend und unverständlich, weil so viele verschiedene Sachen erzählt wurden und das war dann auch langweilig.

Die Kamera dagegen hat schöne Bilder gezeigt. Zum Beispiel in den Rückblenden, wo sich Joseph-Ignaz an sein Heimatdorf und an seine Mutter erinnert.

 

Kanada/Indien 2000
88 Minuten, Farbe

Regie: Gopi Desai
mit: Om Puri, Pooja Batra, Rushabh Patni, Satyajit Sharma, u. a.

empfohlen ab 7 Jahren