Miracle

© Internationales Kinderfilmfestival

MIRACLE
(MIRAKEL)

Dennis lebt allein mit seiner Mutter und hat schwerwiegende Probleme. Zu Hause herrscht immer ein Chaos, sein Lehrer hat es auf ihn abgesehen, sein bester Freund ist in das gleiche Mädchen verliebt wie er, und was das Schlimmste ist: es wachsen ihm unten herum noch immer keine Haare! Für einen zwölfjährigen Jungen ist das eindeutig zu viel, und nur noch ein Wunder kann Dennis aus seinem Schlamassel retten. Und das Wunder geschieht tatsächlich, in Gestalt eines modernen Engels, der eines Tages auftaucht. Aber auch, wenn man sich plötzlich alles wünschen darf, entwickeln sich die Dinge manchmal anders, als man es sich vorgestellt hat.

Ein modernes Märchen, das als schräges Musical mit peppiger Musik und schrillen Farben gestaltet ist.

 

Kritik der Kinderjury

Dieser Film hat uns gut gefallen und viel Spaß gemacht, weil er ein ernstes Thema mit Humor und großer innerer Wärme darstellt.

Der 12-jährige Dennis hat keinen Vater mehr, seine Mutter nervt ihn mit erdrückender Liebe und Überbesorgtheit und in der Schule läuft es auch nicht so gut für ihn. Doch als ihm eines Tages ein cooler Rock-Engel in der Gestalt seines Vaters erscheint, wird alles anders. Unter der Bedingung nicht mehr zu fluchen, erhält Dennis eine „Engelslizenz“, mit der er all seine Wünsche wahr machen kann.

Es ist ziemlich vorhersehbar, dass das nicht gut gehen wird, und Dennis hat bald seine Engelslizenz verspielt. Doch auch wenn er seine Wünsche schließlich mit den letzten freien Wunsch wieder rückgängig machen muss, gibt es ein super Happy End.

Die Geschichte von den freien Wünschen ist zwar nichts Neues, die kennt man aus vielen Märchen. Allerdings ist sie hier so schräg und witzig umgesetzt, dass es nie fad wird. Besonders die poppigen, bunten Musik-Einlagen kommen urgut rüber. Dabei fanden wir vor allem die tolle Musik in Verbindung mit Schnitt, Kamera und Licht fantastisch.

Auch die schauspielerischen Leistungen der jungen DarstellerInnen haben uns beeindruckt.

 

Dänemark 2000
78 Minuten, Farbe

Regie: Natasha Arthy
mit: Stefan Pagels Andersen, Sidse Babett Knudsen, Peter Frödin, u. a.

empfohlen ab 8 Jahren