PLUK UND SEIN FEUERWEHRAUTO

© Victor Arnolds

PLUK UND SEIN FEUERWEHRAUTO
(PLUK VAN DE PETTEFLET)

Der kleine Pluk ist auf der Suche nach einer neuen Bleibe. In einer Siedlung am Rande eines Parks findet er ein hübsches kleines Turmzimmer im obersten Stockwerk. Er schließt Freundschaft mit Aagje, dem Mädchen, das nie draußen spielen darf, mit einer Kakerlake, einem Vogel und einem riesengroßen Pferd. Doch die Idylle ist durch die ehrgeizigen Pläne eines Architekten bedroht, der den Park in ein Museum für ausgestopfte Tiere verwandeln will. Mit vereinten Kräften wissen Pluk und seine Freunde sich dagegen zu wehren.

PLUK UND SEIN FEUERWEHRAUTO basiert auf den berühmten Kinderbüchern der holländischen Autorin Annie M.G. Schmidt, die oft mit Roald Dahl verglichen wird. Ein skurriler Film mit Stil!

 

Kritik der Kinderjury

Pluk und seine Freunde erleben eine für Kinder sehr typische Geschichte: sie versuchen, den Park zu retten, in dem sie spielen - obwohl sie sich dabei gegen die Erwachsenen stellen müssen. Die Kinder helfen also wieder einmal, ein Stück Natur zu retten, und man weiß eigentlich von Anfang an, dass sie das auch schaffen werden.

Dieser Film ist eine gelungene Mischung aus Trick- und Realfilm, denn die Menschen sind echt, aber die Tiere sind Puppen, die teilweise mit Hilfe des Computers animiert wurden. Die Story ist sehr lustig und richtet sich ganz an jüngere Kinder. Obwohl es einige Nebenhandlungen gibt, werden auch Jüngere nicht den Überblick verlieren. Die Schauplätze sind übersichtlich und daher einfach zu erkennen.

Die lustigen Stofftiere haben uns besonders gut gefallen, obwohl das überlange Pferd natürlich auch ziemlich übertrieben war. Es gibt mit der Figur des Pluk eine klar zu erkennende Hauptfigur. Die DarstellerInnen haben insgesamt alle sehr gut gespielt, besonders die Kinder. Die Erwachsenen, z.B. Frau Sauberer, waren zwar total übertrieben dargestellt, das war aber sehr hilfreich, um sich besser in die Figuren hineinversetzen zu können.

Das Turmhäuschen, in dem Pluk lebt, hätten wir auch gerne als Wohnung gehabt! Überhaupt haben die Wohnungen sehr gut zu ihren BewohnerInnen gepasst und uns einiges über deren Charaktere erzählt.

Die kräftigen Farben des Films waren sehr schön. Die Kamera war sehr gut, es gab einige nette Einstellungen, z. B. wie Pluk unter dem Bett liegt und wie die Vögel angreifen oder auch einige Zeitlupen.

Besonders spannend gemacht war die Szene mit dem Fähr-Wolf (oder doch Werwolf?). Sie war aber trotzdem auch für Jüngere erträglich.

Realistisch ist dieser kindgerechte Film natürlich nicht, aber besonders für Jüngere ist er sehr lustig und empfehlenswert!

 

Niederlande 2004
91 Minuten, Farbe

Regie: Ben Sombogaart, Pieter van Rijn
mit: Janiek van de Polder, Suzanne Zuiderwijk u. a.

empfohlen ab 6 Jahren