Ein Schneemann für Afrika

© Progress Filmverleih

EIN SCHNEEMANN FÜR AFRIKA

Der Matrose Karl hat sich in den Kopf gesetzt, dem afrikanischen Mädchen Asina bei seinem nächsten Besuch einen Schneemann mitzubringen. Nur mit viel Überredungskunst gelingt es ihm, den Schneemann im Tiefkühlraum der Bordküche seines Schiffs unterzubringen. Wer glaubt, damit seien alle Probleme gelöst, hat sich jedoch getäuscht. Ein Schneemann, der um die Weihnachtszeit den Äquator passiert, wird nämlich lebendig – und Schneemann Kasimir hat keine Lust, die ganze Zeit im langweiligen Tiefkühlraum zu verbringen, während die Mannschaft oben fröhlich beisammen sitzt und musiziert. Ab jetzt ist für Stimmung gesorgt!

Rolf Losansky, bekannt für seine fantasievollen Kinderfilme, erzählt auch hier eine Geschichte über Freundschaft und unterschiedliche Welten mit viel Herz und Humor.

Ich bin mit dem Kino aufgewachsen. Es war immer schon im Besitz unserer Familie. Mein "verrückter" Großvater hat es 1926 gegründet, nach seinem Tod wurde es von der Großmutter, danach von meiner Tante, dann von meinem Mann und mir und jetzt von meinem Sohn geführt.
Ja, und irgendwann im Jahr 1977 saß also dieses 28-jährige Kind mit seinen 10-jährigen Schülern im familieneigenen Kino und schaute sich - gebannt und fasziniert – EIN SCHNEEMANN FÜR AFRIKA an.
Ich spüre heute noch die wunderbare Atmosphäre dieses Films. Ich sehe das afrikanische Mädchen, das am Strand auf seinen Freund, den Matrosen wartet. Ich sehe jetzt noch das Minenspiel des lebendig gewordenen Schneemanns Kasimir. Ich spüre jetzt noch die leise Trauer, die das Ende des Films in mir erzeugte.
Und mehr sei nicht verraten!
Ich glaube, dass dieser Film, wenn auch so viele Jahre später, auch euch in seinen Bann ziehen wird.
Ich wünsche euch ein wunderschönes Filmerlebnis!
Jutta Treiber

 

DDR 1977
84 Minuten, Farbe

Regie: Rolf Losansky
mit: Wolfgang Penz, Hadiatou Barry, Wolfgang Winkler, u. a.

empfohlen ab 6 Jahren