SOS – PINGUINE AUF RETTUNGSTOUR

© Internationales Kinderfilmfestival

SOS – PINGUINE AUF RETTUNGSTOUR
(LOS PINTÍN AL RESCATE)

Auf einer kleinen Insel Patagoniens lebt eine Pinguinfamilie unbeschwert, bis eines Tages die halbwüchsige Tochter Luna auf einem Schiff entführt wird, dessen Besitzer Tiere aus der ganzen Welt einfangen. Luna lernt auf dem Schiff den jungen Pinguin Guibor kennen, der seine schützende Flosse über sie legt. Aber auch zu Hause ist man nicht untätig: wild entschlossen brechen Großvater, Eltern und der kleine Bruder zu Lunas Rettung auf. In einer atemberaubenden Verfolgungsjagd wird alles zu einem guten Ende geführt und Guibor in die Familie aufgenommen.

Ein entzückender Zeichentrickfilm in kräftigen Farben, der durch unzählige Musikeinlagen aufgelockert ist.

 

Kritik der Kinderjury

Eine Pinguin-Familie, die am Strand lebt (was uns ein bisschen komisch vorgekommen ist, Iglus wären logischer gewesen!), muss sich in diesem Film auf den Weg machen, um die entführte Tochter Luna zu retten. Auf dieser Reise gelangen sie auf eine verzauberte Insel, auf der es alle Klimazonen und viele verschiedene Tiere gibt, deswegen ja auch die Entführung. Diese Insel wird von einem bösen Zauberer beherrscht. Der will sich an den Tieren rächen, weil ihm in seiner Jugend ein Pinguin ein Auge ausgekratzt hat. Das war damals der Großvater von Luna, wie sich später herausstellt. In seiner Jugend hat der Zauberer noch ganz normal und sogar ein wenig frech ausgesehen, jetzt ist er verbittert und ganz grau und er sieht sehr böse aus.

Alle Pinguine haben sehr menschliche Züge. Auf die anderen Tiere trifft das überhaupt nicht zu, und wir hätten es eigentlich besser gefunden, wenn entweder alle Tiere menschlich aussehen oder keines.

Der böse Zauberer auf der Insel verwandelt immer je zwei Tiere in zwei daraus neu zusammen kombinierte Tiere. Dabei kommen auch lustige Kombinationen heraus, wie z.B. ein Schweine-Känguruh.

Es gibt auch sonst einige lustige Szenen, und die kleinen Kinder im Kino haben oft gelacht, besonders bei den Szenen mit Musik. Der dickere der beiden Helfer des Zauberers bekommt z.B. einmal einen Tintenfisch auf den Kopf, der dann aussieht wie eine Frisur. Die Musik ist übrigens sehr gut und sie passt gut zu den Szenen. Wenn es turbulent wird, dann wird auch die Musik turbulent.

Wir fanden den Film eigentlich überhaupt nicht altersgemäß, da es für kleine Kinder viel zu viele Figuren und auch viel zu viel Handlung gibt. Kaum ist Luna gefunden, verschwindet ihr kleiner Bruder u.ä. Außerdem gibt es ein paar Szenen, bei denen sich kleine Kinder sicher fürchten (bei der Entführung von Luna, vor dem bösen Zauberer, vor dem Vulkan, bei den Tier-Verwandlungen usw.).

Die Zeichnungen fanden wir ein bisschen schlampig, zu flach und sie waren auch nicht sehr detailreich (Bäume). Das Auto war überhaupt ganz anders gezeichnet als alles andere und hat so gesehen eigentlich gar nicht dazu gepasst. Es wäre eher geeignet gewesen für einen Action-Film.

 

Argentinien 2000
80 Minuten, Farbe

Regie: Franco Bittolo
Animationsfilm

empfohlen ab 6 Jahren