Strohhut und Filzpantoffel

© Internationales Kinderfilmfestival

STROHHUT UND FILZPANTOFFEL
(HEINÄHATTU JA VILTTITOSSU)

Strohhut und Filzpantoffel sind Schwestern und immer zusammen. Aber jetzt soll die ältere Strohhut in die Schule kommen. Die Veränderungen, die dadurch entstehen werden, machen beiden Mädchen großes Kopfzerbrechen. Wer wird sauber machen und das Geschirr abwaschen, wenn Strohhut nicht da ist? Und vor allen Dingen, wer wird mit Filzpantoffel spielen? Strohhuts und Filzpantoffels Mutter ist nicht gerade eine Paradehausfrau, und der Vater der beiden ist immer mit seinen Kartoffeln beschäftigt, denen sein ganzes wissenschaftliches Interesse gilt. Strohhut hat das Gefühl, sie muss die Sache selbst in den Griff bekommen.

Ein liebenswürdiger Film über die Probleme zweier kleiner Mädchen, die merken, dass die Erwachsenen nichts begreifen, wenn sie immer nur brav sind.

 

Kritik der Kinderjury

Dieser Film hat uns irrsinnig gut gefallen, weil er so nett und lustig ist! Besonders die Ausstattung und die Kostüme haben wir toll gefunden! Die Ausstattung der Zimmer ist spitze und die Häuser und die Gärten sind wunderschöne Schauplätze. Der gesamte Film ist sehr bunt und hat schöne, kräftige Farben. Bis auf den Vater haben auch alle Figuren total lustige Frisuren. Dass die Tanten immer gleich angezogen waren hat uns auch sehr gefallen.

Die tolle Ausstattung, die lustigen Figuren und die beiden starken Mädchen - das alles hat uns übrigens sehr an Pippi Langstrumpf erinnert!

Der Film erzählt eine schöne Geschwister-Geschichte, in die man sich gut hinein versetzen kann. Die 7-jährige Strohhut, die sehr erwachsen wirkt, kümmert sich total lieb um ihre 5-jährige Schwester Filzpantoffel – zumindest so lange, bis die Kleine einmal eifersüchtig wird und ihr bei der Olympiade ein Haxl stellt. Man kann sehr gut mitfühlen, dass die große Schwester daraufhin wirklich böse ist! Es kommt schließlich zu einem Rollen-Wechsel: Strohhut schaltet nun auf stur und ist ganz gegen ihre Gewohnheit schlimm. Witzig waren die psychologischen Ratschläge der Tanten!

Es wird ein außerdem ein sehr aktuelles Problem behandelt: Die Mutter soll auf Wunsch der Mädchen zu Hause bleiben. Sie selbst findet aber, dass sie überhaupt keine gute Hausfrau ist und möchte gerne wieder arbeiten gehen. In dieser Zwickmühle stecken viele Mütter. Vielleicht ist es ja ein bisschen altmodisch, aber für Kinder ist es natürlich am schönsten, wenn die Mutter zu Hause bleiben kann. Der Vater, der immer nur mit seiner Arbeit, den Kartoffeln, beschäftigt ist, ist jedenfalls auch keine große Hilfe.

Natürlich ist in diesem Film einiges ziemlich übertrieben, z.B. dass Strohhut immer alles so super und die Mutter immer alles falsch macht. Wir glauben nur, dass alles Unrealistische absichtlich so gemacht war (u. a. deswegen, damit es kleinere Kinder gut verstehen), und deswegen finden wir es insgesamt auch wieder gut so. Es gibt viele sehr lustige Szenen, z.B. die mit den Luftballon-Wasserbomben und die mit der bunten Teig-Therapie. Auch als die Mädchen zu den Tanten abhauen und Filzpantoffel die Zimmer dort neu verteilt ist das sehr unterhaltsam!

Alle Rollen waren wichtig. Besonders lustig waren natürlich die Polizisten, die auch ein bisschen durch den Kakao gezogen werden.

Die Altersempfehlung ab fünf passt für uns sehr gut, und wir können diesen bunten und fröhlichen Film mit den vielen schönen Schauplätzen sehr empfehlen, auch wenn vielleicht einiges übertrieben war bzw. überzeichnet dargestellt worden ist. Für uns stört das in diesem Film überhaupt nicht!

 

72 Minuten, Farbe

Regie: Kaisa Rastimo
mit: Katrina Tavi, Tilda Kilanlehto, Minna Suuronen, Antti Virmavirta, u. a.

empfohlen ab 5 Jahren