AMELIE RENNT

Preis der Kinderjury 2017 © Einhorn Filmverleih

AMELIE RENNT

Amelie leidet an schwerem Asthma. Ihre Eltern schicken sie deshalb nach Südtirol in eine Spezialklinik, wo das Mädchen lernen soll, mit seiner Krankheit umzugehen. Dem widerspenstigen Teenager passt das überhaupt nicht, denn Amelie möchte nicht an ihre Krankheit erinnert werden. Um den verhassten Therapien zu entgehen, nimmt sie Reißaus. Als der Nachbarjunge Bart ihr von einem traditionellen Feuer oben auf dem Berg erzählt, das selbst schwere Krankheiten heilen soll, steht für Amelie fest: Auf diesen Berg muss sie hinauf!

Vor der atemberaubenden Landschaft der Südtiroler Berge entwickelt sich in diesem Abenteuerfilm eine zarte Freundschaft zwischen zwei sehr gegensätzlichen Charakteren, die von den beiden Hauptdarstellern souverän gespielt werden.

BESTER FILM Kinderfilmfestival Zlin 2017
BESTER DEUTSCHER KINDERFILM Festival Goldener Spatz 2017

Trailer:

Kritik der Kinderjury

Dieser Film hat uns restlos begeistert! Eine tolle Geschichte, von allen Darstellern/innen super gespielt und mit wunderbaren Bergaufnahmen bzw. Aufnahmen aus der Vogelperspektive bebildert! Außerdem ist der Film spannend (Fluss-Szene!) und humorvoll, wie sich z. B. an den Wortgefechten zwischen Amelie und Bart zeigt. In die Figuren konnten wir uns total hineinversetzen, unter anderem auch deswegen, weil uns die Krankheit Asthma sehr gut nahegebracht wurde. Über die "Mitlebung" braucht sich hier also niemand Sorgen machen!

Und obwohl einiges vorhersehbar ist (z. B. dass die Jacke im Fluss gefunden wird oder dass Amelie ihren Asthmaspray verliert), hat uns das überhaupt nicht gestört. Der einzige kleine Schönheitsfehler ist vielleicht, dass der Filmbeginn zu viel vom Ausgang von Amelies Bergtour verrät. Der Humor wirkt nie aufgesetzt und selbst die Nebenfiguren werden gut charakterisiert. Amelies Eltern oder ihre Zimmerkollegin Steffi bleiben als Persönlichkeiten in Erinnerung, obwohl sie nur einige wenige Auftritte haben. Der Schnitt ist sehr flüssig und sehr rhythmisch, die Musik verstärkt spannende oder emotionale Szenen. Eine besonders schöne Sequenz ist jene, in der Amelie und Bart gemeinsam durchs Feuer springen. In dieser Szenenfolge gibt es eine Serie ganz schneller Rückblenden, die erzählen, was Amelie bis dahin alles erlebt hat. Das Filmende mit der fliegenden Kuh finden wir originell und als Auflösung wirklich passend.

 

Deutschland/Italien 2017
97 Minuten, Farbe

Regie: Tobias Wiemann
Mit: Mia Kasalo, Samuel Girardi, Susanne Bormann, Denis Moschitto, Jasmin Tabatabai u. a.

Verleih in Österreich:
Einhorn Filmverleih

10 +

deutsche Fassung

CINEMAGIC
Sonntag / 12.11. / 15 Uhr

CINE CENTER
Montag / 13.11. / 9 Uhr

VOTIV KINO
Mittwoch / 15.11. / 10 Uhr
Online-Reservierung

Tobias Wiemann © Anne Wilk
Tobias Wiemann
© Anne Wilk