JIBURO: "Wundervoll kantig und warmherzig." (Falter)

JIBURO: "Wundervoll kantig und warmherzig." (Falter)

Pressestimmen zum 23. Internationalen Kinderfilmfestival

Gelungener Auftakt
"Das fast zur Gänze besetzte Gartenbaukino bedachte den Eröffnungsfilm mit euphorischem Beifall, der darauf schließen lassen kann, dass DIE ZAUBERER eine gute Chance auf den Publikumspreis hat. Zum Abschluss gab es noch gratis Krapfen und Getränke und das Gefühl bei einem gelungenen Auftakt dabei gewesen zu sein. Das 23. Internationale Kinderfilmfestival läuft noch bis Sonntag, 20.11., wer bis dato noch nicht daran teilgenommen hat, sollte sich das nicht entgehen lassen." kulturwoche.at | Text: Maria Weber

"Kino-Blick auf die Vielfalt der Welt"
So betitelt Anton Silhan in der Programmbeilage der Wiener Zeitung seinen Artikel über das Internationale Kinderfilmfestival. Weiter heißt es: "Der Wert dieses Festivals kann nicht genug hervorgehoben werden. Nicht nur, weil es sozusagen den Publikumsnachwuchs der Kinobranche schult. Es bietet auch eine, meist unterhaltsame Auseinandersetzung mit Problembereichen aus den verschiedenen Ecken der Welt, oft auch von gar nicht so weit entfernten Ländern."
ProgrammPunkte. Der Kultur-Führer von Samstag 12. bis Freitag 18. November 2011 (Wiener Zeitung)

"Ein Fest des Kinderfilms"
Sabina Zeithammer hebt in der Programmbeilage des Falter einige Filme besonders hervor:
"Der wundervoll kantige und warmherzige JIBURO ist allen Großmüttern gewidmet und passt damit perfekt in das Spezialprogramm des 23. Internationalen Kinderfilmfestivals."
"Wie gemacht als Diskussionsgrundlage für Schulvorstellungen ist die Christina-Herrström-Verfilmung TAUSEND MAL STÄRKER, in der es um die Gleichberechtigung der Geschlechter geht. Peter Schildt spielt sein Thema konsequent durch, ohne Mädchen oder Buben als die besseren Menschen darzustellen und gibt auch den Erwachsenen gehörig zu denken."
"Mit überraschend viel schwarzem Humor wartet DER LIVERPOOL-GOALIE auf: Arild Andresens Film beginnt wunderbar komisch mit Jos in Szene gesetzten Fantasien, baut zur Mitte aber eine bedrückende Stimmung auf, die keinen Zweifel daran lässt, dass Bullying ein ernstes Thema ist. Gegen Ende wendet sich alles zum Guten, ganz wie es im Kinderfilm sein soll."
"Nicht gut ausgehen, doch immerhin auf die guten Seiten des Lebens verweisen kann WIE MAN UNSTERBLICH WIRD. Gustavo Rons Verfilmung des Jugendromans von Sally Nichols spricht das sensible Thema Sterben so explizit an, wie das sonst in diesem Genre nur selten geschieht. Mit großartigem Schauspiel, schön visualisierten Tagebucheintragungen, feinem Humor und viel Gefühl schafft der Film es, trotz erheblichen Taschentuchbedarfs das Leben zu feiern. Ein eindrucksvolles Werk, keineswegs nur für Jugendliche."
(Falter: Woche 45)

"Die besten Filme für Kinder und Jugendliche bieten letztlich großes Kino für alle"
Isabella Reicher schreibt im Standard vom 14. November, dass "das 23. internationale Kinderfilmfestival in Wien mit fünfzehn Spielfilmen zeigt, dass die besten Filme für Kinder und Jugendliche letztlich großes Kino für alle bieten." TAUSEND MAL STÄRKER, DER LIVERPOOL-GOALIE und JIBORO stehen auch bei ihr im Mittelpunkt des Artikels:
"Auch der zweite Kinofilm des schwedischen Regisseurs, Autors und Schauspielers Peter Schildt trägt einen rebellischen Titel: TAUSEND MAL STÄRKER heißt er. Sein einziger Schauplatz bleibt – bis auf den Epilog – eine Schule. Dort haben sich selbst im aufgeklärten Schweden doch wieder klassische geschlechtsspezifische Verhaltensmuster und Benachteiligungen etabliert. Der Film entwickelt zuerst eine Reihe schlüssiger, exemplarischer Situationen zwischen Klassenzimmer, Mensa, Turnhalle und Schulhof. Dann erzählt er, was geschehen kann, wenn das vermeintlich harmonische Miteinander von einer Partei plötzlich vehement hinterfragt wird. Das Aufbegehren der Mädchen ist wiederum an das Auftauchen einer neuen Schülerin geknüpft: Saga (Julia Sporre) ist weitgereist und selbstständig, sie hat ein feines Sensorium für die beiläufigen Diskriminierungen und auch keine Scheu, diese anzusprechen."
"Die Auseinandersetzung mit dem frühen Tod eines Elternteils und daraus resultierenden Ängsten kann dann aber durchaus komisch ausfallen: So wie in Arild Andresens DER LIVERPOOL-GOALIE, wo sich der 13-jährige Jo vor jeder Entscheidung die schlimmstmöglichen Konsequenzen ausmalt – welche der Film in rasanten Sequenzen umsetzt."
"Als Reprise ist unter anderem auch die großartige südkoreanische Generationenstudie JIBURO zu sehen: Ein Siebenjähriger wird darin von seiner als Alleinerzieherin überforderten Mutter aufs Land zu seiner Großmutter geschickt. Zwischen den beiden unfreiwillig Zusammengespannten entspinnt sich ein Geduldsspiel und ein Machtkampf um Alltäglichkeiten. JIBURO zeichnet sich durch einen scharfsinnigen Blick für Details und einen feinen Tonfall aus, wie man ihn auch aus frühen Tragikomödien Yasujiro Ozus erinnert. Und nicht nur dieser Beitrag ist ein Beleg dafür, dass die besten 'Kinderfilme' letztlich großes Kino für alle sind."
(Der Standard, 14. 11. 2011, Seite 16)

 

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