Wir pfeifen auf den Gurkenkönig

Der liebe Papa bestimmt bei der Familie Hogelmann, was zu geschehen hat. Da gibt es keinen Widerspruch, das haben alle anderen Familienmitglieder mittlerweile gelernt. Mutter, Großvater und die drei Kinder – sie alle erdulden kleinlaut Papas Herrschaft. Bis der Gurkenkönig, ein scheußliches grünes Monster, auftaucht, das in Herrn Hogelmann einen Verbündeten findet, mit dessen Hilfe es hofft, seine Macht zurück zu gewinnen. Aber jetzt hat Papas Familie genug, denn was zu viel ist, ist einfach zu viel!

 

Eine solide Verfilmung einer fantasievollen Geschichte, die auch in unserer heutigen Zeit nicht an Aktualität verloren hat.



Altersempfehlung: 6+
Deutschland 1976
93 Minuten, Farbe
Regie: Hark Bohm

mit: Sonja Sutter,
Karl Michael Vogler, Thomas Blass,
Bettina Bernhard

Konrad aus der Konservenbüchse

Frau Bartolotti liebt das Leben und ist selbst sehr liebenswert, wenn auch etwas schlampig und leicht vergesslich. Als sie eines Tages den Jungen Konrad in einer Konservenbüchse ins Haus geliefert bekommt, kann sie sich nicht mehr so genau erinnern, ob sie ihn überhaupt bestellt hat. Egal, sie findet ihn nett und nimmt ihn bei sich auf. Konrad ist das Gegenteil seiner Wahlmutter. Er ist ordentlich und vernünftig, anpassungsfähig und fleißig. Frau Bartolottis Verlobtem gefällt das sehr gut, aber sie selbst hätte so gerne, dass Konrad manchmal einfach frech und unvernünftig wäre – wie jedes normale Kind. Als sich Konrad als Fehlzustellung erweist, fangen die Probleme erst richtig an …

 

Eine liebenswerte Geschichte, die auf Grund des unkonventionellen Mutterbildes bei Kindern großen Anklang findet.



Altersempfehlung: 6+
Deutschland 1983
80 Minuten, Farbe
Regie: Claudia Schröder

mit: Daniel Thorbeke,
Violetta Ferrari, Heinz Schubert

Villa Henriette

Marie hat ein ganz besonderes Verhältnis zu dem Haus, in dem sie mit ihrer Großfamilie lebt. Es spricht mit ihr und zeigt menschliche Reaktionen. Als Maries Großmutter, die seit Jahren davon träumt, mit ihren umweltfreundlichen technischen Erfindungen die Menschheit zu beglücken, einem Betrüger auf den Leim geht und dadurch das Haus zu verlieren droht, setzt Marie gemeinsam mit ihren beiden Freunden alle Hebel in Bewegung, um ihr Zuhause zu retten. Die reale Situation und die unterschiedlichen Bedürfnisse von Maries schrulligen Familienangehörigen machen es den Freunden nicht leicht, aber mit Einfallsvermögen und mutiger Entschlusskraft schaffen sie womöglich das Unmögliche …

 

Eine äußerst gelungene filmische Adaption von Christine Nöstlingers Buch, die sich durch klare Dramaturgie, fantasievolle Einfälle und schauspielerische Kompetenz auszeichnet.



Altersempfehlung: 9+
Österreich 2004
90 Minuten, Farbe
Regie: Peter Payer

mit: Hanna Tiefengraber,
Cornelia Froboess, Nina Petri

Zulaika

Zulaika ist 10 Jahre alt und lebt bei ihren Großeltern auf Curaçao, einer Insel der niederländischen Antillen. Ihre Mutter ist in die Niederlande gegangen um dort einen Job zu finden, später soll ihre Tochter nachkommen. Zulaikas bester Freund ist ein Leguan, mit dem sie all ihre Probleme bespricht. Nach der Schule hilft sie eifrig ihrer Großmutter, die ein kleines Lebensmittelgeschäft betreibt. Da die Oma ihren Kunden ständig Kredit gibt, reicht das Geld nicht aus, um Zulaikas Schulgeld zu bezahlen. Mit viel Ausdauer und Einfallsreichtum meistert Zulaika ihre Alltagssorgen und rettet sogar Großmutters Geschäft vor dem Ruin.

 

Sehr behutsam und mit beeindruckenden Bildern beschäftigt sich der Film mit gegenwärtigen Themen auf den Antillen und erzählt die Geschichte eines starken Mädchens.



Altersempfehlung: 9+
Niederlande 2003
80 Minuten, Farbe
Regie: Diederik van Rooijen

mit: Shurmaily Marina, Mila Palm

Der verzauberte Wald

El bosque animado

Wenn die Menschen am Abend den Wald verlassen haben, wird er lebendig und füllt sich mit magischen Stimmen. Aber die Menschen bedrohen das friedliche Leben im Wald. Furi, ein von Natur aus ängstlicher kleiner Maulwurf, muss nun Mut und Entscheidungskraft beweisen. Gemeinsam mit der Katze Morinna, dem Glühwürmchen Luci und der Eiche Carballo macht er sich daran, die Tiere des Waldes zu retten und die Welt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Wird Furi die nötige Kraft aufbringen, um dieses Abenteuer zu bestehen und alles zum Guten zu wenden?

 

Ein Zeichentrickfilm für unsere kleinsten Zuschauer, der besonders durch seine technische Machart in 3D-Animation und die liebevolle Zeichnung seiner Figuren besticht.



Altersempfehlung: 6+
Spanien 2001
84 Minuten, Farbe
Regie: Manolo Gomez, Angel de la Cruz

Tschupi und Dudu

T'choupi

Tschupi zieht mit seinen Eltern und seiner kleinen Schwester in eine neue Nachbarschaft. Und natürlich hat er auch Dudu mitgebracht, seinen kleinen sprechenden Teddybären, der ihm auf Schritt und Tritt folgt. Bald freunden sich die beiden mit den Nachbarskindern an und verbringen den lieben langen Tag damit, die Gegend unsicher zu machen. Aber ein seltsames Monster scheint sich in der Gegend herum zu treiben, das den Kindern ihre Lieblingsspielzeuge stiehlt. Tschupi und seine Freunde haben den Bauern in Verdacht, der am Dorfrand seinen Hof bewirtschaftet. Als auch Dudu verschwindet, machen sich die Kinder mutig auf die Suche nach ihm …

 

Ein entzückend gemachter Zeichentrickfilm, der sehr langsam geschnitten ist und besonders den kleinsten unter unseren Zuschauern großes Vergnügen bereiten wird.



Altersempfehlung: 4+
Frankreich, Luxemburg, Südkorea 2004
70 Minuten, Farbe
Regie: Jean-Luc François

Der Schmetterling

Le papillon

Julien war Uhrmacher und lebt in seinem Ruhestand zurück gezogen in seiner wohl geordneten Welt, in der er sich ausschließlich seiner umfangreichen Schmetterlingssammlung widmet. Elsa ist ein kleines Mädchen, das sich von ihrer Mutter vernachlässigt fühlt. Mehr zufällig als gewollt brechen die beiden zu einer gemeinsamen Tour in die Berge auf, um einen seltenen Schmetterling zu finden, den Julien schon seit vielen Jahren sucht. Der alte Mann ist anfangs abweisend, doch in der Einsamkeit der Berge öffnet er sich immer mehr der frischen Unbekümmertheit Elsas, und beide lernen dadurch, ihrem Leben eine neue Wendung zu geben.

 

Eine feinsinnige Komödie für die ganze Familie, die Melancholie und Heiterkeit auf wundersame Weise zu mischen vermag.



Altersempfehlung: 7+
Frankreich 2003
85 Minuten, Farbe
Regie: Philippe Muyl

mit: Michel Serrault,
Claire Bouanich

Rotznasen

Møgunger

George zieht mit seiner Großmutter in eine Vorstadtsiedlung, wo er sich bald den dort ansässigen Kindern anschließt. J. B., der Hausmeister der Siedlung, tyrannisiert die Kinder, wo immer er kann. Als er ihre selbst gebaute Skateboardbahn zerstört und ihnen den Raum wegnimmt, in dem sie ihre Versammlungen abhalten und ihre kleinen Schätze aufbewahren, findet George, dass es genug ist. Mit einem wohl organisierten Plan werden die Kinder den Hausmeister los. Aber der Neue folgt auf dem Fuß, und der, findet George, sieht noch viel schlimmer aus als der alte. Als sich dann auch noch die Polizei wegen Diebstählen in der Siedlung einschaltet, kommt alles ganz anders, als George sich das jemals gedacht hätte …

 

Eine liebevolle Beobachtung des Alltagslebens von Kindern mit ihren kleinen Nöten, Sehnsüchten und Abenteuern.

 

PUBLIKUMSPREIS, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2004



Altersempfehlung: 7+
Dänemark 2003
85 Minuten, Farbe
Regie: Giacomo Campeotto

mit: Adam Gilbert Jespersen, Kristine Rosenkrands

Im vierten Stock

Planta 4ª

Eine Gruppe von Jugendlichen lebt gemeinsam im vierten Stock eines Krankenhauses, wo sie nächtens die Gänge unsicher machen, die Krankenschwestern mit virtuellen Pizzabestellungen nerven und hübsche Frauen Eis essend von der Dachterrasse aus beim Ausziehen beobachten. Sie teilen ein gemeinsames Schicksal. Sie haben Knochenkrebs und kämpfen um ihr Überleben. Sie unterstützen sich in ihren persönlichen Angelegenheiten und nehmen Jorge, der als neuer Patient zur Beobachtung auf die Station kommt, wie selbstverständlich in ihre Mitte auf.

 

Das Erstaunliche an Antonio Merceros Film ist, dass er eine Komödie zu dem Thema geschaffen hat. Eine Komödie mit melancholischen Untertönen, die voll von Lebensfreude ist und in der Lachen und Weinen ganz eng beieinander stehen.



Altersempfehlung: 10+
Spanien 2003
100 Minuten, Farbe
Regie: Antonio Mercero

mit: Juan José Ballesta,
Luis Ángel Priego, Gorka Moreno,
Alejandro Zafra, Marco Martínez

Ein Engel für May

An Angel for May

Tom hat Probleme in der Schule und vermisst seinen Vater, der seit der Scheidung der Eltern nichts mehr von sich hören lässt. Eines Tages hat er ein aufwühlendes Erlebnis. In den Ruinen eines alten Hauses verirrt er sich in einen Zeittunnel und findet sich auf einem Bauernhof zur Zeit des 2. Weltkrieges wieder. Bei wiederholten Besuchen entwickelt sich zwischen dem Waisenmädchen May, das aus den Trümmern eines zerbombten Hauses geborgen wurde, und Tom eine vorsichtige Freundschaft. Der Junge wächst an dieser Freundschaft und lernt, mit seinen eigenen Problemen umzugehen, aber wird es ihm gelingen, das drohende Unheil von den Bewohnern des Bauernhofes abzuwenden?

 

Ein fantasievoller Film, der geschickt mit den verschiedenen Zeitebenen spielt, in denen die Geschichte stattfindet.

 

PREIS DER KINDERJURY, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2004



Altersempfehlung: 10+
Großbritannien 2002
100 Minuten, Farbe
Regie: Harley Cokeliss

mit: Matthew Beard,
Charlotte Wakefield,
Tom Wilkinson

Der Blindgänger

Marie und Inga sind Freundinnen, lieben Musik und haben die gleichen Sehnsüchte und Träume wie andere Mädchen ihres Alters, mit einem Unterschied: Marie und Inga sind blind. Eines Tages lernt Marie Herbert kennen, einen Jungen aus Kasachstan, der vor der Fremdenpolizei auf der Flucht ist. Die Mädchen verstecken ihn auf dem Dachboden ihres Internats und bringen ihm bei, sich wie ein Blinder in der Öffentlichkeit zu verhalten. Mit Straßenmusik wollen sie Herberts Rückreise nach Kasachstan auf einem Fernlaster verdienen, aber das verdiente Geld wird ihnen gestohlen. So entschließen sie sich, bei einem Musikwettbewerb im Fernsehen mitzumachen, um zu Geld zu kommen. Wird ihr Vorhaben gelingen?

 

Ein einfühlsamer Film über Freundschaft, in den ganz nebenbei das Thema Blindheit einfließt.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2004



Altersempfehlung: 9+
Deutschland 2003
87 Minuten, Farbe
Regie: Bernd Sahling

mit: Ricarda Ramünke,
Maria Rother

Polleke

Polleke ist mit Caro befreundet und liebt Mimoen, den sie kennt, seit sie denken kann. Seine marokkanische Familie ist gegen diese Freundschaft. Aber Polleke hat noch ganz andere Sorgen. Ihr Vater Spiek ist drogenabhängig, und ihre Mutter hat nichts Besseres zu tun, als sich ausgerechnet in Pollekes Lehrer zu verlieben. Die einzige Auszeit, die Polleke von ihren Problemen hat, sind ihre Besuche bei den Großeltern auf dem Land. Aber als sie Caro erwischt, wie diese Mimoen küsst, ist das Fass endgültig voll. Wird Polleke es schaffen, mit all ihren Problemen fertig zu werden?

 

Ein sehr poetischer Film über Kulturunterschiede, Toleranz gegenüber anderen und die Notwendigkeit, über seinen eigenen Schatten zu springen.

 

PREIS DER KINDERJURY (Lobende Erwähnung),

Internationales Kinderfilmfestival Wien 2004



Altersempfehlung: 9+
Niederlande 2003
95 Minuten, Farbe
Regie: Ineke Houtman

mit: Liv Stig, Mamoun Elyounoussi, Halina Reijn

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Jiburo

Der kleine Sang-Woo muss die Ferien bei seiner stummen Großmutter verbringen, die in einer abgelegenen Hütte ohne Strom in den Bergen lebt. Sang-Woo ist ein Stadtkind und hat seinen Gameboy und Dosencolas im Gepäck. Er hat keine Lust, sich mit der alten Frau zu verständigen, die nicht einmal lesen und schreiben kann. Auch für die gleichaltrigen Kinder der einsamen Gegend hat Sang-Woo nur Verachtung übrig. Aber als seine Vorräte langsam zu Ende gehen und die Batterien seines Gameboys leer sind, muss Sang-Woo sich mit der Wirklichkeit auseinandersetzen.

 

Ein Film über die behutsame Annäherung zweier sehr unterschiedlicher Menschen, der durch seine einfache und klare Dramaturgie gut für jüngere Kinder geeignet ist.



Altersempfehlung: 7+
Südkorea 2002
97 Minuten, Farbe
Regie: Jeong-Hyang Lee

mit: Eul-Boon Kim, Seung-Ho Yoo, Hyo-hee Dong

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Die Donnerhosen

Thunderpants

Mit einem großen Knall und einem üblen Geruch kommt Patrick zur Welt. In seinem Darm spielen sich biologische Wunder ab. Seine Eltern gehen jedes Mal in Deckung, wenn es wieder passiert. Die Ärzte nennen es Flatulenz. Für Patricks Mitschüler sind es definitiv die schlimmsten Fürze der Welt. Kein Wunder, dass Patrick der absolute Außenseiter ist. Nur einer hält zu ihm: Alan Allen, der geniale Tüftler. Gemeinsam versuchen die beiden, ihre Träume zu verwirklichen. Patrick möchte als Astronaut in den Weltraum fliegen und Alan will als Erfinder berühmt werden. Er übertrifft sich dauernd selbst mit der Erfindung von furzbetriebenen Flugmaschinen. Mit Alans Hilfe kann Patrick eines Tages beweisen, was wirklich “in ihm steckt”.

 

Ein herrlich skurriler Film, der zeigt, dass Freundschaft das Wichtigste ist und wir unsere Träume nie aus den Augen verlieren sollen.



Altersempfehlung: 8+
Großbritannien 2001
87 Minuten, Farbe
Regie: Peter Hewitt

mit: Bruce Cook, Rupert Grint, Simon Callow

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Die 3 Posträuber

Als Ivonka von den drei Ottos entführt wird, die einen Millionenraub planen, entpuppt sich das furchtlose Mädchen als schwieriger Fang. Aber nicht nur Ivonka setzt ihren Entführern einiges entgegen, auch ihre Freunde von der Mupferbande bleiben nicht tatenlos. Auf eigene Faust folgen sie den Ottos in die Hauptstadt, wo sie sich wilde Verfolgungsjagden liefern, gewitzte Pläne aushecken und viel Mut und Zusammenhalt beweisen. Doch bevor der Meier, der Ferry und die übrigen Mupfer ihrer Freundin zu Hilfe eilen können, müssen sie zuerst noch die rivalisierende Schmutzerbande in ihre Schranken weisen.

 

Eine flüssig inszenierte Krimikomödie, die sich durch Witz, Tempo, schräge Typen, flotte Musik und tolle SchauspielerInnen auszeichnet.



Altersempfehlung: 7+
Österreich 1998
91 Minuten, Farbe
Regie: Andreas Prochaska

mit: Robert Asherov, Stefan Clapczinski, Nicola Etzelsdorfer, Franz Weisser, Dolores Schmidinger, Gusti Wolf, Jane Tilden, Rudolf Kowalski, Claude Oliver Rudolph, Thierry van Werveke, u.a.

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deutsche Fassung
Verleih in Österreich:
Einhorn Film