Mein Bruder jagt Dinosaurier

Mio fratello rincorre i dinosauri

Ein Superheld soll dieser kleine Kerl mit den zusammengewachsenen Zehen sein, der Bruder, den Jack sich immer schon gewünscht hat. Im Lauf der Jahre findet er aber heraus, dass es nicht Superkräfte sind, die Gio besonders machen, sondern dass sein Bruder mit Trisomie 21 zur Welt gekommen ist. Je älter Jack wird, umso mehr beginnt er sich für Gio zu schämen. Als er in eine neue Schule kommt, versteckt er seinen Bruder vor seinen neuen Freunden und versteigt sich sogar in der Behauptung, dass er tot sei. Damit löst Jack eine ungewollte Entwicklung aus, die er nicht mehr aufhalten kann.

 

Behutsam konzentriert sich der Film ganz auf die Nöte eines heranwachsenden Jugendlichen, der mit der Situation nicht zurechtkommt, am Ende aber erkennt, dass die Liebe alles ist, was zählt.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2021



Altersempfehlung: 10+
Italien 2019
102 Minuten, Farbe
Regie: Stefano Cipani

mit: Francesco Gheghi, Lorenzo Sisto, Arianna Becheroni, Alessandro Gassmann, u.a.

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italienische Originalfassung, deutsch eingesprochen
Weltvertrieb:
Vision Distribution
Stefano Cipani
Stefano Cipani

Binti

Elias ist ein ruhiger Junge, der sich gerne in sein Baumhaus zurückzieht, wo er gegen das Aussterben der Okapis in Afrika kämpft. Voll Energie und für jede Herausforderung bereit ist hingegen Binti, die aus dem Kongo stammt, ihren eigenen Vlog hat und mit ihrem Vater illegal in Belgien lebt. Auf der Flucht vor einer Polizeirazzia landen die beiden im Haushalt von Elias und seiner Mutter. Während die Kinder die Rettung der Okapis zu ihrer gemeinsamen Mission machen, entspinnen sich zwischen ihren Eltern zarte Bande. Die Furcht vor Abschiebung überschattet jedoch die fröhliche Harmonie.

 

Leicht und für ein junges Publikum verständlich wird an das Problem der illegalen Einwanderung herangegangen – und manchmal werden Märchen wahr.

 

UNICEF-Preis (Lobende Erwähnung),

Internationales Kinderfilmfestival Wien 2019

BESTER FILM, Filmfestival Montreal 2019



Altersempfehlung: 8+
Belgien 2019
90 Minuten, Farbe
Regie: Frederike Migom

mit: Bebel Tshiani Baloji,
Mo Bakker, Joke Devynck,
Baloji, u.a.

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Chuskit

Chuskit ist ein fröhliches, wissbegieriges kleines Mädchen, das sich schon sehr auf den Schulbeginn freut. Doch dann geschieht ein Unfall, der Chuskit querschnittgelähmt zurück und ihren Traum vom Lernen wie eine Seifenblase zerplatzen lässt. Mitten im Bergland von Ladakh ist der Schulweg beschwerlich. Der Großvater, der sie zu Hause zu unterrichten versucht, ist kaum ein Ersatz, und die meiste Zeit langweilt sich das gescheite Mädchen. Auch als Chuskit einen Rollstuhl bekommt, scheint sich ihr Wunsch, zur Schule zu gehen, nicht zu erfüllen. Aber sie ist eine Kämpferin und gibt nicht auf.

 

Ohne falsche Sentimentalität wird die Geschichte eines Mädchens erzählt, das trotz widriger Umstände unbeirrbar sein Ziel verfolgt und sich durch nichts und niemanden entmutigen lässt.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2019

SPEZIALPREIS DER JURY, Filmfestival Giffoni 2018

BESTER FILM, Mumbai Filmfestival 2018



Altersempfehlung: 7+
Indien 2018
90 Minuten, Farbe
Regie: Priya Ramasubban

mit: Jigmet Dewa Lhamo, Morup Namgyal, Yanchen Dolma, u.a.

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Das Mädchen in den Turnschuhen

Dokhtari Ba Kafsh-Haye-Katani

Nur ein paar Mal hat sich die 15-jährige Tadei mit dem gleichaltrigen Jungen Aidin im Park getroffen, und obwohl ihre Begegnungen ganz harmlos waren, schritten die Sittenwächter ein. Ihre Eltern verbieten Tadei den Umgang mit Aidin und zwingen ihr einen strengen Tagesablauf auf. Das lässt sie sich nicht gefallen. Tadei geht am nächsten Morgen nicht zur Schule, sondern streunt in der Stadt herum. Ziellos wandert sie in ihren weißen Turnschuhen durch Teheran, vergeblich versucht sie, mit Aidin Kontakt aufzunehmen, nirgends fühlt sie sich sicher oder verstanden. Erst bei einer Straßenhändlerin findet sie so etwas wie Geborgenheit.

 

In beeindruckender Weise schildert Regisseur Sadr-Ameli, mit welchen Schwierigkeiten ein Mädchen im Iran konfrontiert ist, wenn es versucht, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2000



Altersempfehlung: 12+
Iran 1999
110 Minuten, Farbe
Regie: Rasul Sadr-Ameli

mit: Pegah Ahangarani,
Majid Hajizade,
Akram Mohammadi

Ali Zaoua – Prinz der Straße

Ali Zaoua, prince de la rue

Ali ist erst zwölf, als er im Streit mit einer rivalisierenden Straßenbande ums Leben kommt. Seine Freunde, Straßenkinder wie er, sind ratlos. Sollen sie seinen Leichnam einfach liegen lassen? Oder den Vorfall der Polizei melden, die Ali dann irgendwo vergraben wird? “Er mag wie ein kleines Stück Dreck gelebt haben”, sagt Kouka, “aber er wird nicht wie eines beerdigt.” Alis Leichnam wird am Hafen versteckt, um die Vorbereitungen für eine würdige Seebestattung zu treffen. Denn Ali hat immer davon geträumt, ein Seemann zu werden und eines Tages zu den Inseln mit den zwei Sonnen davon zu segeln …

 

Nabil Ayouch schuf einen eindrucksvollen Film, der trotz seines schwierigen Themas eine heitere Note hat und die Wärme und Würde, die diese Kinder trotz ihrer Lebensumstände besitzen spüren lässt.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2001



Altersempfehlung: 12+
Marokko, Frankreich, Belgien 2000
95 Minuten, Farbe
Regie: Nabil Ayouch

mit: Mounïm Kbab,
Mustapha Hansali,
Hicham Moussoune

El Bola

Sein Spitzname ist “El Bola – die Kugel”, weil er immer eine Kugel als Talisman bei sich trägt. Freunde hat er keine. Zu groß ist das Geheimnis, das er mit sich herumträgt. Dann taucht Alfredo als neuer Schüler in seiner Klasse auf, und El Bola lernt zum ersten Mal die Bedeutung von Freundschaft kennen. In Alfredos Familie erfährt er eine liebevolle Atmosphäre des Vertrauens, die ihm hilft, seine eigene brutale Familiensituation zu erkennen und sich dagegen zu wehren.

 

Dieser feinfühlige Film über Gewalt gegenüber Kindern kommt ohne große Gewaltszenen aus und bezieht seine Spannungselemente aus dem Kontrast zwischen einer intakten Familie und dem Gegenteil. Er erschließt dem Zuschauer genauso vorsichtig sein Thema, wie El Bola selbst sich damit konfrontieren kann.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2002

 



Altersempfehlung: 12+
Spanien 2000
88 Minuten, Farbe
Regie: Achero Mañas

mit: Juan José Ballesta,
Pablo Galán, Manuel Morón

Kleiner Mönch

Dong seung

In einem stillen, abgeschiedenen Tempel in den Bergen leben drei Generationen von Mönchen zusammen. Für den neunjährigen

Do-nyum ist es nicht leicht, das karge und eintönige Leben im Tempel zu ertragen, zumal er sieht, wie viel Spaß die Kinder im nahe gelegenen Dorf miteinander haben. Er hat Sehnsucht nach seiner Mutter und träumt davon, dass sie ihn wieder nach Hause holt. Eines Tages kommt eine junge Frau in den Tempel, um für ihren verstorbenen Sohn zu beten. Der kleine Mönch und die Frau fassen eine schüchterne Zuneigung zu einander, und fast wird der Traum des Jungen wahr …

 

Der stille Film beobachtet sorgfältig und genau das Leben der buddhistischen Tempelmönche, ohne dabei auf die Geschichte zu vergessen.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2003



Altersempfehlung: 9+
Südkorea 2002
102 Minuten, Farbe
Regie: Kyung-Jung Joo

mit: Kim Tae-Jin, Chon Moo-Song, Kim Ye-Rung

Der Blindgänger

Marie und Inga sind Freundinnen, lieben Musik und haben die gleichen Sehnsüchte und Träume wie andere Mädchen ihres Alters, mit einem Unterschied: Marie und Inga sind blind. Eines Tages lernt Marie Herbert kennen, einen Jungen aus Kasachstan, der vor der Fremdenpolizei auf der Flucht ist. Die Mädchen verstecken ihn auf dem Dachboden ihres Internats und bringen ihm bei, sich wie ein Blinder in der Öffentlichkeit zu verhalten. Mit Straßenmusik wollen sie Herberts Rückreise nach Kasachstan auf einem Fernlaster verdienen, aber das verdiente Geld wird ihnen gestohlen. So entschließen sie sich, bei einem Musikwettbewerb im Fernsehen mitzumachen, um zu Geld zu kommen. Wird ihr Vorhaben gelingen?

 

Ein einfühlsamer Film über Freundschaft, in den ganz nebenbei das Thema Blindheit einfließt.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2004



Altersempfehlung: 9+
Deutschland 2003
87 Minuten, Farbe
Regie: Bernd Sahling

mit: Ricarda Ramünke,
Maria Rother

Der Italiener

Italyanets

Vanya ist in einem russischen Heim aufgewachsen und soll von einem italienischen Ehepaar adoptiert werden. Von den anderen Kindern deswegen beneidet, weiß Vanya plötzlich nicht, ob er das eigentlich wirklich will. Es würde bedeuten, seine vertraute Umgebung zu verlassen und ein “Italiener” zu werden. Es würde aber vor allen Dingen bedeuten, sich gegen seine Mutter zu entscheiden, die ihn als Baby seinem Schicksal überlassen hat. Entgegen besseren Wissens entscheidet sich Vanya dafür, seine Mutter auf eigene Faust zu suchen. Für einen Sechsjährigen, der erst einmal lesen lernen muss, um die Papiere zu verstehen, die er heimlich aus der Kanzlei des Heimes entwendet, kein leichtes Unterfangen!

 

In einer grandiosen Intensität wird hier die Stärke eines kleinen Jungen geschildert, der seinen brennendsten Wunsch hartnäckig verfolgt und nicht aufgibt.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2005



Altersempfehlung: 10+
Russland 2005
90 Minuten, Farbe
Regie: Andrej Kravchuk

mit: Kolya Spiridonov,
Denis Moisenko, Sascha Sirotkin

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Der Traum

Drømmen

Dänemark 1969, irgendwo auf dem Land. Frits ist dreizehn und wie die meisten Jugendlichen in diesem Alter wissensdurstig, neugierig und von einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn geprägt. Im Fernsehen verfolgt er die Demonstrationen gegen den Vietnamkrieg und Berichte über die Ermordung Martin Luther Kings. In der Schule hat er Probleme mit dem Direktor, der öfter handgreiflich wird und Frits wegen seiner langen Haare im Visier hat. Daran ändert auch die Ankunft eines neuen, fortschrittlichen Lehrers nicht viel. Als der Direktor Frits fast ein Ohr abreißt, eskaliert die Situation, aber Frits kämpft unerschrocken gegen die Ungerechtigkeit und Feigheit der Erwachsenen.

 

Regisseur Niels Arden Oplev schafft es meisterhaft, den Geist und die Atmosphäre der Zeit von 1968 und danach herauf zu beschwören, wozu unter anderem auch die Musik aus jener Zeit beiträgt.

 

PREIS DER KINDERJURY (Lobende Erwähnung) und UNICEF-Preis, 

Internationales Kinderfilmfestival Wien 2006

 



Altersempfehlung: 9+
Dänemark, Großbritannien 2006
105 Minuten, Farbe
Regie: Niels Arden Oplev

mit: Janus Dissing Rathke,
Stehen Stig Lommer, Bent Mejding,
Anne-Grethe Bjarup Riis

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Paulas Geheimnis

Paulas Eltern sind reich und haben nie Zeit. Paula ist einsam und  träumt von einem Märchenprinzen, dem sie in ihrem Tagebuch glühende Briefe schreibt. Als ihr das in der U-Bahn gestohlen wird, ist sie todunglücklich. Tobi stammt aus einfachen Verhältnissen und hat in der Schule Probleme mit Englisch. Als er den Diebstahl in der U-Bahn beobachtet, schließen die beiden einen Handel. Er hilft Paula, das Tagebuch zurück zu bekommen, wenn sie mit ihm auf die Englisch-Nachprüfung lernt. Als das unterschiedliche Paar die Täter schließlich stellt, erkennen sie, dass diese selbst Opfer einer verbrecherischen Organisation sind, und beschließen, den Kindern zur Flucht zu verhelfen …

 

Ein spannender Film über die wichtige Bedeutung von Freundschaft, die manchmal alle Hürden überwinden und sich im Verfolgen eines gemeinsamen Ziels bewähren kann.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2007



Altersempfehlung: 9+
Deutschland 2007
100 Minuten, Farbe
Regie: Gernot Krää

mit: Thelma Heintzelmann,
Paul Vincent de Wall,
Jürgen Vogel, Constanze Spranger

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Teos Reise

El viaje de Teo

Teo sollte eigentlich schon mit seinem Vater in den USA sein, um dort ein neues Leben zu beginnen. Aber der illegale Grenzübertritt ging schief, und Teo wurde von seinem Vater getrennt. Jetzt sitzt er in dem gottverlassen mexikanischen Grenzort fest und hofft, dass sein Vater zurückkommt. Er freundet sich mit dem etwas älteren Manlio an, einem Mitglied der Schlepperbande. Manlio und dessen Mutter kümmern sich um Teo, aber wie soll es weitergehen? Die beiden Kinder warten, und während sie warten, machen sie all das, was Kinder gerne tun.

 

Walter Doehner hat das Thema der illegalen Einwanderung bewusst durch die Augen seiner kleinen Protagonisten gestaltet, “damit klar ist, dass es hier um ein Kind geht, das nichts anderes möchte, als seinen Vater, der auf der Suche nach dem amerikanischen Traum verloren ging, wieder zu finden.”

 

UNICEF-Preis (Lobende Erwähnung),

Internationales Kinderfilmfestival 2008



Altersempfehlung: 10+
Mexiko 2008
90 Minuten, Farbe
Regie: Walter Doehner

mit: Erick Cañete, Joaquín Cosio, Damián Alcázar

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Rot wie der Himmel

Rosso come il cielo

Durch einen tragischen Unfall verliert Mirco sein Augenlicht und muss in einem Internat für blinde Kinder weit weg von seinen Eltern zur Schule gehen. Mirco reagiert anfangs mit Wut und Aggression auf seine neue Situation, aber bald findet er Trost darin, seine Umwelt durch Geräusche neu wahrzunehmen. Eine Hausaufgabe zum Thema Jahreszeiten öffnet ihm die Tür zu einer anderen Welt und verhilft ihm zu neuen Freundschaften mit Schulkollegen und der Tochter des Hausmeisters. Aber in der konservativen katholischen Schule im Italien des Jahres 1971 ist nur wenig Platz für das kreative Potenzial der Schüler.

 

Der Film basiert auf der Lebensgeschichte von Mirco Mencacci, einem der besten Tongestalter des italienischen Films. Behutsam und ohne Sentimentalität erzählt er eine bemerkenswerte Geschichte.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2008



Altersempfehlung: 8+
Italien 2006
90 Minuten, Farbe
Regie: Cristiano Bortone

mit: Luca Capriotti,
Francesco Campobasso,
Marco Cocci

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Tahaan

Weil sein Vater seit Jahren vermisst wird und der Großvater gestorben ist, muss Tahaans Mutter seinen Esel Birbal verkaufen. Der Junge, der in Kaschmir in einem rauen politischen Klima aufwächst, hat fortan nur einen verzweifelten Wunsch: Birbal wieder zu bekommen. Er verdingt sich bei dem alten Händler Subhan Darr und begleitet ihn und Birbal bei seinen Gängen über die Berge und die Grenze. Ohne die Tragweite der Geschehnisse zu verstehen, wird Tahaan in politische Machenschaften gezogen. Seine Unschuld und sein unerschütterlicher Glaube an das Gute bringen ihn am Ende jedoch an sein gewünschtes Ziel.

 

Inmitten der grandiosen Weite der schneebedeckten Höhen von Kaschmir wird die Geschichte eines Jungen erzählt, die fremdartig und in ihrer Alltäglichkeit doch nah ist.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2009



Altersempfehlung: 9+
Indien 2008
97 Minuten, Farbe
Regie: Santosh Sivan

mit: : Purav Bhandare,
Victor Banerjee, Rahul Bose

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Niloofar

Niloofar lebt in einer konservativen Dorfgemeinschaft an der irakisch-iranischen Grenze, wo die Zeit stehen geblieben scheint. Das Mädchen möchte lesen und schreiben lernen und Ärztin werden, aber Bildung ist in ihrer Gesellschaft nur den männlichen Mitgliedern vorbehalten. Ihr Vater verspricht sie um den Preis eines Feldes einem um Vieles älteren Mann, der nun ungeduldig darauf wartet, dass Niloofar “heiratsfähig” wird. Als Niloofar zur Frau heranreift und das nicht länger verheimlichen kann, wird die Hochzeit vorbereitet. Da fasst das Mädchen einen verzweifelten Entschluss und flüchtet vor der Heirat und vor der Rache ihrer eigenen Familie.

 

Der Film erzählt vom bewegenden Schicksal eines Mädchens, das für uns unvorstellbaren Verhältnissen entkommen will und dafür die Kraft und Unterstützung findet.

 

UNICEF-Preis (Lobende Erwähnung),

Internationales Kinderfilmfestival Wien 2009



Altersempfehlung: 12+
Frankreich, Iran, Libanon 2008
82 Minuten, Farbe
Regie: Sabine El Gemayel

mit: Mobina Ayendar,
Roya Nownahali,
Hengameh Ghaziani

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Ich heiße Kalam

I am Kalam

Eigentlich heißt er Chhotu, aber er nennt sich Kalam, nach dem indischen Ministerpräsidenten. Aus seinem ärmlichen Dorf ist der Junge in das Straßencafé seines Onkels gekommen, um dort ein wenig Geld zu verdienen und damit seine Familie zu unterstützen. Aber Kalam strebt nach Höherem und vertieft sich in Bücher, so oft er nur kann. Als er den Sohn des Maharadschas kennen lernt, dem das Hotel in der Nähe gehört, öffnet sich für Kalam eine neue Welt. Wird der Junge es schaffen, seiner Herkunft zu entfliehen und die Ausbildung zu bekommen, von der er träumt?

 

Der Film kreist um das Motiv von “Prinz und Bettelknabe” und erzählt in märchenhafter Weise über eine Gesellschaft, die den unteren Schichten immer noch das Recht auf Bildung verwehrt.

 

UNICEF-Preis (Lobende Erwähnung),

Internationales Kinderfilmfestival Wien 2010



Altersempfehlung: 7+
Indien 2009
87 Minuten, Farbe
Regie: Nila Madhab Panda

mit: Harsh Mayar, Hussan Saddi, Beatrice Ordeix

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Hände hoch!

Les mains en l'air

Im Keller eines Pariser Wohnhauses haben sich Milena, Blaise, Alice, Claudio, Ali und Youssef eine Welt für sich eingerichtet, zu der Erwachsene keinen Zutritt haben. Eines Tages verschwindet Youssef – seine Familie wird aus Frankreich abgeschoben. Milena, die aus Tschetschenien stammt und keine gültigen Papiere hat, könnte die nächste sein. Sie findet Unterschlupf bei den Eltern von Blaise und Alice, aber als täglich ein neuer Fall von Abschiebung und Flucht bekannt wird, verschärft sich die Situation. Da nehmen die Kinder ihr Schicksal in die eigenen Hände.

 

Durch seine zurückhaltende und doch kunstvolle Inszenierung gelingt Romain Goupil das Kunststück, die Geschichte einer drohenden Abschiebung unaufdringlich und eindrücklich zugleich zu erzählen.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2010



Altersempfehlung: 9+
Frankreich 2010
90 Minuten, Farbe
Regie: Romain Goupil

mit: Linda Doudaeva,
Jules Ritmanic,
Valeria Bruni-Tedeschi

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Mein Großvater der Bankräuber

Mijn Opa de Bankrover

“Du hättest es sehen sollen, Papa Beau, wie Opa die Bank ausraubte. Mit seinem netten alten Gesicht und in den neuen Turnschuhen. Er trug keine Gesichtsmaske, und ich glaube, es war das erste Mal seit zwei Monaten, dass er nicht an Oma dachte.” Seit dem Tod seiner Frau ist Graces Großvater zunehmend desorientiert, und als seine Kinder sein Konto sperren, greifen er und seine Enkelin zu drastischen Maßnahmen, um an das Geld zu kommen. Grace möchte herausfinden, wer ihr Vater war, aber das ist ein Tabu-Thema in der Familie. Ihr Großvater ist der Einzige, der sie unterstützt. Und die Reise nach Surinam zu Graces Wurzeln kostet Geld.

 

Eine herrliche Komödie, die ernste Themen leichtfüßig aufgreift und sie dann punktgenau behandelt – und ein Plädoyer für den Zusammenhalt zwischen Alt und Jung.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival 2011



Altersempfehlung: 9+
Niederlande 2011
90 Minuten, Farbe
Regie: Ineke Houtman

mit: Zoë van der Kust,
Michiel Romejn, Loes Haverkort

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Kauwboy

Als Jojo im Wald ein verstoßenes Dohlenküken findet, nimmt er es mit nach Hause und zieht es heimlich auf. Im Umsorgen des kleinen Vogels, der noch schutzloser ist als er selbst, findet er den Trost und die Zärtlichkeit, die ihm der Vater nicht geben kann. Der ist verschlossen und unberechenbar geworden, seit Jojos Mutter weg ist. Auch Jojo hat sich in seine eigene Welt  zurückgezogen und hält an einer Vergangenheit fest, die es womöglich nicht mehr gibt. Da tritt das Mädchen Yenthe in sein Leben, und Jojo beginnt, sich langsam für die Wahrheit und die Zukunft zu öffnen.

 

Eine berührende Erzählung über die Beziehung zwischen einem Vater und seinem Sohn, die beide zu sehr leiden, um sich gegenseitig helfen zu können, und erst durch eine dramatische Situation zueinander finden.

 

UNICEF-Preis (Lobende Erwähnung),

Internationales Kinderfilmfestival 2012



Altersempfehlung: 10+
Niederlande 2012
81 Minuten, Farbe
Regie: Boudewijn Koole

mit: Rick Lens, Loek Peters, Hüseyin Cahit Ölmez,
Susan Radder

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Im Namen der Tochter

En el nombre de la hija

Karl Marx’ berühmtes Zitat “Religion ist Opium für das Volk” ist nur eine der ungewöhnlichen Ideen, mit denen Manuela ihre streng katholischen Großeltern konfrontiert, auf deren Gutshof sie und ihr kleiner Bruder die Ferien verbringen. Erzogen im sozialistischen Geiste ihres Vaters, ereifert sich die Neunjährige unermüdlich, um ihren Cousins die Grundprinzipien des Kommunismus beizubringen. Natürlich befindet sich die Großmutter ob so vieler schlechter Einflüsse bald in höchster Alarmbereitschaft, aber wer von den beiden wird am Ende die Stärkere sein?

 

Konsequent aus der Kinderperspektive erzählt, beschreibt der Film mit einem ironischen Unterton die Erlebnisse eines Sommers in Ecuador in den 1970er Jahren.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival 2012



Altersempfehlung: 12+
Ecuador 2011
100 Minuten, Farbe
Regie: Tania Hermida

mit: Eva Mayu Mecham,
Markus Mecham, Pancho Aguirre

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Kopfüber

Sascha hat es zu Hause nicht leicht und auch sonst überall Schwierigkeiten. Er stiehlt, lügt, gerät schnell in Wut und hält sich nicht an Vereinbarungen. Er kann kaum lesen und schreiben und sich nicht lange auf etwas konzentrieren. Wenn er jedoch mit seiner Freundin Elli durch die Gegend streift und Geräusche aufnimmt, fühlt er sich wohl. Hilfe bekommt Sascha durch einen Sozialarbeiter, und eine Ärztin verschreibt ihm ein Medikament gegen ADHS. Plötzlich ist der Junge brav und erledigt folgsam seine Aufgaben. Alle freuen sich, aber Elli fällt auf, dass Sascha nicht mehr richtig lachen kann.

 

Behutsam tastet sich der Film an das Problem ADHS heran, ohne zu werten, jedoch unter genauer Beobachtung der Umstände, innerhalb derer sich Sascha bewegt.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2013



Altersempfehlung: 9+
Deutschland 2012
9 Minuten, Farbe
Regie: Bernd Sahling

mit: Marcel Hoffmann,
Inka Friedrich,
Frieda-Anna Lehmann

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Mister und Pete

The Inevitable Defeat of Mister & Pete

In einem heißen Sommer in New York wird Misters Mutter von der Polizei verhaftet. Ihr Sohn bleibt mit dem Nachbarsjungen Pete allein zurück. Misters Brooklyn ist ein hartes Pflaster, geprägt von Drogensüchtigen, Dealern und Einbrechern, die auch mal Misters Nachbarwohnung ausräumen. Entgegen aller Erwartungen entwickelt Mister jedoch ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein für Pete und sich selbst und lässt sich auch nicht zu unüberlegten kriminellen Handlungen verleiten, als die Situation für die beiden immer prekärer wird. 

 

MISTER UND PETE ist ein erstaunlich positiver Film darüber, wie man in einem Milieu, das Kinder geradezu für eine Drogenkarriere prädestiniert, unbeschadet bestehen und über sich hinauswachsen kann.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2014



Altersempfehlung: 12+
USA 2012
120 Minuten, Farbe
Regie: George Tillman

mit: Skylan Brooks, Ethan Dizon, Jennifer Hudson, Jordin Sparks, Anthony Mackie

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Konfettiernte

Dorsvloer vol confetti

Katelijne wächst in den achtziger Jahren in einer streng protestantischen Bauerngemeinschaft auf. Als einzigem Mädchen unter sechs Brüdern wird ihren Bedürfnissen von der Familie nur wenig Beachtung geschenkt. Doch Katelijne geht mit wachen Augen durch die Welt und wünscht sich für ihr Leben mehr, als die brave Ehefrau eines frommen Bauern zu werden. Sie möchte etwas lernen. Wird Katelijne der häuslichen Enge entfliehen und ihre Eltern davon überzeugen können, dass sie ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben hat?

 

Die spannende Geschichte einer Jugend zwischen Weizenfeldern, Küchenarbeit und Kirchgängen, nach dem autobiografischen Roman von Franca Treur kongenial verfilmt.

 

BESTER EUROPÄISCHER FILM,

Internationales Kinder- und Jugendfilmfestival Zlin

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2015



Altersempfehlung: 12+
Niederlande, Belgien 2014
100 Minuten, Farbe
Regie: Tallulah Hazekamp Schwab

mit: Hendrikje Nieuwerf, Suzan Boogegaerdt, Steven van Watermeulen

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Der stärkste Mann von Holland

De sterkste man van Nederland

Luuk leidet darunter, dass er der Kleinste der Klasse ist und wegen seiner roten Haare oft gehänselt wird. Dabei erzählt ihm seine Mutter immer wieder, sein Vater sei der stärkste Mann von Holland gewesen und habe einen Lastwagen allein ziehen können. In der Schule beschützt die selbstbewusste Minke Luuk vor lästigen Jungs – aber wie soll er sie so beeindrucken können? Eines Tages lernt Luuk René kennen, den er wegen seiner Stärke bewundert. René hilft ihm, seine Muskeln zu trainieren und gibt ihm Tipps, wie er ein Mädchen wie Minke für sich gewinnen kann. In Luuk wächst langsam die Hoffnung, dass René womöglich sein Vater ist.

 

Ein warmherziger Film über Schwächen und Stärken und die Sehnsucht danach, seine Wurzeln zu kennen.

 

UNICEF-Preis (Lobende Erwähnung),

Internationales Kinderfilmfestival Wien 2011

BESTER FILM, Filmfestival Kairo 2012



Altersempfehlung: 7+
Niederlande 2010
80 Minuten, Farbe
Regie: Mark de Cloe

mit: Bas von Prooijen, Suzan Boegaerdt, Loek Peters

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Fannys Reise

Le voyage de Fanny

Frankreich 1943. Das Land ist von deutschen Truppen besetzt. Fanny und ihre beiden Schwestern sind wegen ihrer jüdischen Herkunft in einem Kinderheim versteckt. Aber die Deutschen kommen näher, die Flucht wird unausweichlich. Als die Kinder ihren Betreuer verlieren, übernimmt Fanny das Kommando über die Gruppe. Auf dem Weg quer durch Frankreich in die sichere Schweiz muss sie all ihren Mut aufbringen, um sich und die anderen gegen lauernde Gefahren zu schützen. Aber es gibt auch immer wieder Solidarität und Hilfsbereitschaft und manchmal können die Kinder einfach nur Kinder sein.

 

In erstaunlich leichtem Ton zeigt der Film, was es bedeutet, wenn Kinder auf sich allein gestellt vor Gewalt flüchten müssen, und greift damit ein hochaktuelles Thema auf.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2016



Altersempfehlung: 10+
Frankreich 2015
94 Minuten, Farbe
Regie: Lola Doillon

mit: Léonie Souchaud, Fantine Harduin, Juliane Lepoureau

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deutsche Fassung

The Breadwinner

Parvana lebt mit ihrer Familie in Kabul. Als ihr Vater ungerechtfertigter Weise verhaftet wird, ist das für sie, ihre Mutter und ihre Geschwister eine Katastrophe. Denn Frauen ist es in Afghanistan verboten, ohne männliche Begleitung auf die Straße zu gehen. Die Familie kann sich daher nicht einmal mit dem Notwendigsten versorgen. Parvana schneidet kurzerhand ihr langes Haar ab, sucht Kleider ihres verstorbenen Bruders aus der Truhe und arbeitet als Botenjunge. So hält sie ihre Familie über Wasser. Aber wird sie auch den Vater retten können?

 

Ein ergreifender Film über politische Unterdrückung im Alltag. Nach dem Bestseller von Deborah Ellis in wunderschöner Animation in Szene gesetzt.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival Wien 2018

SPEZIALPREIS, Animationsfilmfestival Annecy

KRITIK DER KINDERJURY

 

Der Film ist zwar ernst, für uns war es aber trotzdem wirklich wichtig zu erfahren, wie schrecklich der Alltag in Afghanistan ist und wie sehr die Menschen dort unter dem Krieg leiden. Obwohl wir uns gar nicht so recht vorstellen können, was Parvana und ihre Familie alles zu erleiden haben, waren wir am Ende heilfroh, dass wir nicht so leben müssen. Die Rechte von Kindern, vor allem von Mädchen, werden ständig verletzt. Erzählt wird das alles in zwei miteinander verwobenen Geschichten (Parvana/Suleyman), umgesetzt in wunderschönen Animationsbildern.

 

Interessant an der Animation ist, dass die Handlung in der Suleyman-Geschichte anders gemacht ist als in der Parvana-Geschichte, denn es gibt sichtbar mehrere Schichten und die Farben sind sanfter. Wie Suleyman In dieser Geschichte die alte Frau beim Ziegenmelken wirft, war witzig gemacht und dadurch ent-spannend. Die Spannung ist nämlich den ganzen Film über ziemlich hoch, weil die Geschichte so dramatisch ist. Das merkt man auch an der mitreißenden orientalischen Musik. Die Animation ist sehr sorgfältig gemacht, denn z.B. das blaue Auge von Parvanas Mutter wird schrittweise weniger blau, als es verheilt. Parvana ist jedenfalls ein sehr mutiges Mädchen, denn sie tut alles, um die Familie mit Essen und Wasser zu versorgen und um den Vater zu besuchen (Haare schneiden, umziehen usw.). Der Film ist in vielen Details wirklich toll gemacht, z.B. wird gleich am Anfang die Tonspur vorgezogen und man hört die Stimmen und Geräusche vom Markt. Manche von uns haben nur das Ende zu offen gefunden und hätten gerne noch genauer gesehen, wie es ausgeht.



Altersempfehlung: 12+
Irland, Luxemburg, Kanada 2017
93 Minuten, Farbe
Regie: Nora Twomey

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Weltvertrieb:
WestEnd Films

Wallay – Heimat

Wallay

Damit hat Ady nicht gerechnet! Anstatt aufregende Ferien bei den Verwandten in Burkina Faso zu verbringen, soll der Junge aus der französischen Großstadt auf dem Boot seines Onkels jeden Cent abarbeiten, den er von den regelmäßigen Überweisungen seines Vaters an die Familie unterschlagen hat. Ohne ihn! Und sein Onkel will auch noch einen richtigen Afrikaner aus ihm machen, indem er ihn allen möglichen Initiationsriten unterzieht und ihn sogar beschneiden lassen will! Als aber Ady seine Großmutter kennenlernt, beginnt sich die Einstellung zu seinen afrikanischen Wurzeln zu verändern.

 

Mit subtilem Humor wird in diesem Film mit der Ungleichheit zwischen Nord und Süd umgegangen, ohne die damit verbundene Problematik wegzulachen.

 

UNICEF-Preis, Internationales Kinderfilmfestival 2017



Altersempfehlung: 11+
Frankreich, Burkina Faso, Katar 2017
84 Minuten, Farbe
Regie: Berni Goldblat

mit: Makan Nathan Diarra, Ibrahim Koma, Hamadoun Kassogué, Mounira Kankolé

Shi Tou – Steinkopf

Shi Tou

Shi Tou lebt mit seiner Großmutter in einem abgelegenen Dorf in der chinesischen Provinz. Sein Vater arbeitet in der fernen Großstadt und kommt die Familie nur selten besuchen. Auf Grund herausragender Schulleistungen bekommt Shi Tou einen nagelneuen Fußball geschenkt. Stolz nimmt er ihn mit nach Hause, doch sein Lehrer meint, dass er der ganzen Klasse gehört. Shi Tou bringt den Ball zurück, aber in seiner Enttäuschung trifft er eine folgenschwere Entscheidung, die nicht nur die Beziehung zu seinem besten Freund zerstört, sondern seine ganze Welt aus den Fugen geraten lässt.

 

Ausgehend von einer simplen Kindergeschichte erzählt der Film in dokumentarischen Bildern von einem Leben ohne die Geborgenheit einer Familie und vom Verlust der Unschuld.

 

UNICEF-Preis (Lobende Erwähnung),

Internationales Kinderfilmfestival 2017



Altersempfehlung: 9+
China 2016
90 Minuten, Farbe
Regie: Zhao Xiang

mit: Zhu Hongbo, Cai Jiakun, Deng Shuo, Luo Xiaolan, Wei Tao, u. a.

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