Wien
14. – 22. November 2026
14. – 22. November 2026
CINE CENTER  |  CINEMAGIC  |  VOTIV KINO

Schutzkonzept

 

KONZEPT ZUR PRÄVENTION VON MACHTMISSBRAUCH UND ZUM KINDERSCHUTZ

Institut Pitanga – Verein zur Förderung und Vermittlung von Wissenschaft und Kultur

 

 

EINLEITUNG und GRUNDSÄTZE DES VEREINS

 

Institut Pitanga ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Ziel die Initiierung, Förderung und Entwicklung von wissenschaftlichen und kulturellen Projekten und deren Verbreitung ist, mit dem Ziel der öffentlich wirksamen Durchdringung von Wissenschaft und Kultur. Die Vermittlung von Film, Wissenschaft und Kultur auf vielfältige Weise sieht der Verein als seine Kernaufgabe.

 

Die Arbeit des Vereins basiert auf klaren Werten: Kulturelle und persönliche Offenheit, Respekt und Gleichheit bilden die Grundlage unserer Arbeit. Grundsatz ist eine gemeinsame Haltung zur Gewaltfreiheit: Der respektvolle Umgang miteinander sowie die Anerkennung unterschiedlicher Hintergründe, Identitäten, Fähigkeiten, Überzeugungen und Erfahrungen sind zentrale Voraussetzungen unserer Zusammenarbeit. Diskriminierung, Belästigung, Einschüchterung oder jede andere Form von Gewalt – ob physisch, verbal oder digital – werden nicht toleriert. Ebenso wichtig ist eine gendersensible Perspektive, die unterschiedliche Lebensrealitäten berücksichtigt und respektiert.

Im Sinne unserer langfristigen Vision verpflichten wir uns außerdem zu umweltbewusstem Handeln.

 

Wir stehen für eine klimabewusste (Festival-)Organisation, Ressourcenschonung und wohlüberlegte Reiseentscheidungen, um unserer Verantwortung gegenüber zukünftigen Generationen gerecht zu werden.

 

ZIELGRUPPEN

 

Die Zielgruppe unserer aktuellen Aktivitäten umfasst in erster Linie Kinder und Jugendliche sowie deren erwachsene Bezugspersonen und Pädagog:innen. Daher ist uns der Kinderschutz seit jeher ein Anliegen. Darüber hinaus richtet sich das Angebot auch an ein Fachpublikum, das sich mit Themen rund um Kinder, Jugend und Medien auseinandersetzt.

 

Da junge Menschen im Mittelpunkt unserer Tätigkeiten stehen, erwarten wir bei allen Interaktionen mit Kindern und Jugendlichen besondere Sensibilität, Verantwortung und die Wahrung persönlicher Grenzen – das gilt für alle Vereinsmitglieder, Mitarbeiter:innen und Kooperationspartner:innen. Kinderrechte (im Sinne der Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention) sind ein immanenter Bestandteil der Aktivitäten von Institut Pitanga.

Dies zeigt sich bei den aktuellen Projekten insbesondere in der Auswahl und Präsentation von Filmen, die Kinder und Jugendliche stärken, ihre Perspektiven ernst nehmen und ihnen Raum geben für eigene Meinung.

 

PRÄVENTIONSMASSNAHMEN

 

Erklärtes Ziel der Aktivitäten von Institut Pitanga ist es, ein sicheres Umfeld für alle daran Teilnehmenden zu schaffen: Kindern und Jugendlichen soll es ermöglicht werden, in einem sicheren und wertschätzenden Rahmen qualitätsvolle Filme und Kultur zu erleben.

 

Im Organisationsteam sowie im Umgang mit den Zielgruppen wird großer Wert auf Respekt, einfühlsames Handeln und gewaltfreie Kommunikation gelegt. Unerwünschter körperlicher Kontakt, aufdringliches Verhalten oder unangemessene Bemerkungen haben in unserem Verein oder bei Veranstaltungen, die mit ihm in Verbindung stehen, keinen Platz. Bei Verstößen behält sich Institut Pitanga das Recht vor, Personen den Zugang zu Veranstaltungen, Programmen oder Kooperationen zu verweigern.

 

Da Veranstaltungen von Institut Pitanga aktuell zu einem überwiegenden Teil in Settings stattfinden, in denen Kinder und Jugendliche unter Aufsicht von erwachsenen Bezugspersonen/Erziehungsberechtigten stehen (z.B. Kinosäle, Klassen- und Schulräume, d.h. Pädagog:innen sowie Eltern, Großeltern etc.), ist uns die Sensibilisierung aller Beteiligten von großer Wichtigkeit. In unseren aktuellen Projekten gibt es nur wenige Situationen, in denen Kinder und Jugendliche ohne erwachsene Bezugspersonen/Pädagog:innen mit unseren Mitarbeiter:innen allein sind. In diesen Fällen wird darauf geachtet, dass stets mindestens zwei Personen aus dem Team anwesend sind.

 

Bei der Verwendung von Bildmaterial/audiovisuellem Material für die Dokumentation oder Bewerbung unserer Projekte achten wir auf die respektvolle Darstellung von Kindern und Jugendlichen und die Einhaltung des Datenschutzes. Bei Veranstaltungen wird auf die Art der Verwendung von Fotos, Videos und Interviews hingewiesen.

 

ZUSTÄNDIGKEITEN und MELDUNGEN

 

Verantwortlich für die Einhaltung des Konzepts zur Gewaltprävention und zum Kinderschutz sowie zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden ist das jeweilige Leitungsteam. Alle Mitarbeitenden werden auf das Konzept zur Prävention von Machtmissbrauch und zum Kinderschutz sowie dessen Einhaltung hingewiesen.

 

Hinweise auf problematisches Verhalten können und sollen an Mitarbeiter:innen von Institut Pitanga oder das jeweilige Veranstaltungsteam vor Ort gemeldet werden. Alle Anliegen werden vertraulich behandelt. Mögliche Probleme oder Grenzverletzungen werden ernst genommen, sorgfältig dokumentiert und weiterverfolgt. So wird sichergestellt, dass ein respektvolles und sicheres Umfeld für alle Beteiligten gewährleistet ist. Das Kinderfilmfestival- und das Kinderkinowelten-Team werden mind. 1 x im Jahr diesbezüglich unterwiesen. Die Kinderschutzrichtlinien werden auf Basis von Feedback aus dem Team, Anlassfällen und Regelungen weiterentwickelt.

 

In Bezug auf die Projekte Kinderfilmfestival und Kinderkinowelten sind konkret zuständig: Spielstättenverantwortliche, Moderator:innen, Filmvermittler:innen, Workshopleiter:innen, Medienarbeiter:innen – alle Personen, die in direktem Kontakt mit Kindern/Schüler:innen bzw. dem Publikum stehen.

 

Meldungen von problematischem Verhalten in Bezug auf Kinderschutz:

  • Erstmeldung vor Ort: Jede Person – Kind oder Erwachsene:r – kann Beobachtungen oder einen Verdacht vor Ort formlos an Mitarbeiter:innen von Institut Pitanga mitteilen, diese können ggf. Verantwortliche für den Veranstaltungsort (z.B. Kino oder Schule) hinzuziehen.
  • Schriftliche Mitteilung an die Kinderschutzbeauftragte:
    Anna Hofmann (Obfrau Institut Pitanga) hofmann@pitanga.at, die sich bei Bedarf an externe Expert:innen oder eine externe Vertrauensstelle wendet.

 

Meldungen von problematischem Verhalten in Bezug auf Machtmissbrauch innerhalb des Teams:

  • Meldung an eine Person aus dem jeweiligen Leitungsteam
  • Wenn das nicht möglich ist: Meldung an externe Vertrauensstellen, zum Beispiel:
    vera* Vertrauensstelle gegen Belästigung und Gewalt in Kunst, Kultur und Sport, Kontakt siehe https://vera-vertrauensstelle.at/

 

Das Präventionskonzept sowie die Ansprechpersonen werden auf den Websites pitanga.at und kinderfilmfestival.at zugänglich gemacht.

 

Institut Pitanga, Juni 2026