Kategorie: Spielfilm
Alan und Naomi
„Warum gerade ich?“, fragt der 14-jährige Alan. Warum muss er die verrückte Naomi besuchen, während seine Freunde draußen spielen? „Weil du einer von den Glücklichen bist“, sagt sein Vater. Was das bedeutet, lernt Alan erst, als er Naomi näher kennen lernt. Seit das Mädchen mit ansehen musste, wie sein Vater von der Gestapo verhaftet wurde, spricht es nicht mehr. Auch nicht im sicheren Brooklyn des Jahres 1944, wohin Naomi und ihre Mutter flüchten konnten. Vorsichtig beginnt Alan Naomi ins Leben zurückzuholen, und die beiden werden unzertrennliche Freunde. Aber ihr tiefes Trauma hat Naomi noch nicht überwunden.
Äußerst einfühlsam inszenierte Sterling Van Wagenen diese Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft – die Kinderjury des Internationalen Kinderfilmfestivals 1992 belohnte dafür den Film mit dem ersten Preis.
PREIS DER KINDERJURY,
Internationales Kinderfilmfestival Wien 1992
USA 1991
95 Minuten, Farbe
Regie: Sterling Van Wagenen
mit: Lukas Haas, Vanessa Zaoui, Michael Gross, Amy Aquino u. a.
A Dios Momo
Um zum Familienunterhalt beizutragen, verkauft Obdulio Zeitungen, obwohl seine Großmutter ihn lieber in der Schule sehen würde. Obdulio findet es wichtiger, seine Geschwister zu unterstützen, als selbst lesen und schreiben zu lernen. Aber dann beginnt der Karneval in Montevideo, und die Murgas ziehen mit ihren Gesängen und Trommeln durch die Straßen der Stadt. Im Karneval ist alles anders. Ein aus dem Nichts auftauchender Nachtwächter lehrt Obdulio lesen und schreiben, und die neue Welt der Worte eröffnet Obdulio ein wundersames Reich der Imagination.
In seinen flüchtigen Bildern stets zwischen Vorstellung und Wirklichkeit schwebend, ist der Film ein überaus gelungenes Beispiel für den magischen Realismus Lateinamerikas.
Uruguay 2005
108 Minuten, Farbe
Regie: Leonardo Ricagni
mit: Mathias Acuña, Jorge Esmoris, Washington Luna, u. a.
Weltvertrieb:
Fabrication Films
Ab in den Himmel
Upp i det blå
Irrtümlich wird die 6-jährige Pottan von ihren vielbeschäftigten Eltern über den Sommer nicht im geplanten Pony-Reitcamp, sondern bei einer Müllverwertungsanlage abgesetzt. Das Mädchen taucht in eine absurde Welt ein, in der Müll in erster Linie dazu dient etwas Neues zu kreieren. Die skurril zusammengewürfelte Truppe der Recyclingstation baut an einem Raumschiff, um damit wertvollen Satellitenmüll aus dem All zu holen. Doch plötzlich tritt Pottan versehentlich eine unglaubliche Reise an.
Ein fantastischer Film, der schräg und bezaubernd zugleich ist. Durch die Selbstverständlichkeit, mit der hier lebensgroße Puppen mit menschlichen Figuren interagieren, wird deutlich gemacht, dass im Film alles möglich ist.
Schweden 2016
82 Minuten, Farbe
Regie: Petter Lennstrand
mit: Mira Forsell, Adam Lundgren, Guffe Funck, Petter Lennstrand
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schwedische Originalfassung, deutsch eingesprochen
Weltvertrieb:
TrustNordisk

